EU: Umwelttechnik als Schlüssel zur nachhaltigen Entwicklung

Der Europäische Rat hat auf seiner Frühjahrstagung an 15. und 16. März die Bedeutung des 6. Umweltaktionsprogramms der EU als Schlüsselfaktor für Fortschritte im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung gewürdigt und die jüngsten Erfolge bei den Beratungen zwischen Europäischem Parlament und Rat über die endgültige Annahme des Programms begrüßt.  Zur…

Der Europäische Rat hat auf seiner Frühjahrstagung an 15. und 16. März die Bedeutung des 6. Umweltaktionsprogramms der EU als Schlüsselfaktor für Fortschritte im Hinblick auf eine nachhaltige Entwicklung gewürdigt und die jüngsten Erfolge bei den Beratungen zwischen Europäischem Parlament und Rat über die endgültige Annahme des Programms begrüßt.  Zur Tagung hatte die Europäische Kommission einen Bericht vorgelegt, der aufzeigen soll, wie innovative Technologien die Wirtschaft ankurbeln und gleichzeitig die Umwelt schützen können. Ökonomischer Nutzen könne erreicht werden, ohne dass die Umwelt darunter leide, betonte Umweltkommissarin Margot Wallström in einer Presseerklärung. Neue und innovative Umwelttechnologien zu entwickeln, sei unverzichtbar, wenn eine nachhaltige Entwicklung erreicht werden soll. „Wir werden sowohl in der Gemeinschaft und den Beitrittsländern mit der Industrie, der Wissenschaft, den Regierungen und Organisationen zusammenarbeiten“, kündigte Wallström an. „Gemeinsam können wir die Hemmnisse für Investitionen in Umwelttechnologien ausmachen und Maßnahmen herausarbeiten, um ihnen zu begegnen“, so die Kommissarin.

Der Europäische Rat hatte die Kommission im Juni 2001 in Göteborg aufgefordert, einen Bericht vorzubereiten, der darlegen soll, wie Klimaschutz und Umwelttechnik Wachstum und Beschäftigung fördern können. Die Öko-Industrie sei eine Erfolgsgeschichte, heißt es in der Presseerklärung zum nun vorliegenden Bericht. Die Branche erziele mittlerweile einen jährlichen Umsatz von 180 Milliarden Euro und habe innerhalb der letzten fünf Jahre mehr als eine halbe Million neuer Arbeitsplätze geschaffen. Damit sei die europäische Umweltindustrie ein „global player“, mit etwa einem Drittel Anteil am Weltmarkt, den die Kommission mit 550 Milliarden Euro pro Jahr beziffert. Künftig sollen Umwelttechnologien besonders unterstützt werden, beispielsweise Wasserstoff-Kraftfahrzeuge, die Biotechnologie und erneuerbare Energien.

Der Report der EU-Kommission ist zu finden unter http://europa.eu.int/comm/environment/

26.03.2002   Quelle: EU, Umweltaktionsprogramm, Umwelttechnik , nachhaltige Entwicklung

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