MVV Energie AG prüft Standorte für eigene Solarmodulproduktion

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie AG will noch im ersten Halbjahr 2002 über den Standort einer eigenen Photovoltaikmodul-Produktion in Deutschland entscheiden.  Dies berichtete die MVV Energie AG in einer Pressemitteilung anlässlich der Hannover Messe. Derzeit prüfe das Unternehmen mehrere Alternativen in Baden-Württemberg und in den neuen Bundesländern. Im Bereich Photovoltaik…

Das Mannheimer Energieunternehmen MVV Energie AG will noch im ersten Halbjahr 2002 über den Standort einer eigenen Photovoltaikmodul-Produktion in Deutschland entscheiden.  Dies berichtete die MVV Energie AG in einer Pressemitteilung anlässlich der Hannover Messe. Derzeit prüfe das Unternehmen mehrere Alternativen in Baden-Württemberg und in den neuen Bundesländern. Im Bereich Photovoltaik wird die MVV Energie AG auf die Dünnschicht-Technologie setzen, die von ihrem amerikanischen Beteiligungsunternehmen Energy Photovoltaics Inc. (EPV) in Princeton/New Jersey zur Marktreife entwickelt wurde.

Die MVV Energie AG wird dieses Jahr ihre Aktivitäten im Bereich der erneuerbaren Energien in einem eigenen Geschäftsbereich zusammenfassen, kündigte Vorstandsmitglied Dr. Werner Dub am Mittwoch bei einer Pressekonferenz auf der Hannover Messe an. Gleichzeitig soll das Engagement bei der Nutzung von Biomasse und Windenergie sowie Solarenergie deutlich ausgeweitet werden. Technischer Leiter des neuen Geschäftsbereichs wird Dr. Matthias Eichelbrönner (44 Jahre), der nach seiner Tätigkeit beim Forum für Zukunftsenergien e.V. und der Bundesinitiative Bioenergie seit zwei Jahren bei der MVV Energie AG ist. Hier wird er für den Aufbau der neuen Sparte innerhalb des inzwischen fünftgrößten deutschen Stromversorgungskonzerns verantwortlich sein. Die kaufmännische Leitung des neuen Geschäftsbereichs liegt bei dem Finanzierungsexperten Andreas Springer (40 Jahre), der beim Börsengang der MVV Energie AG im Jahr 1999 bereits eine tragende Rolle für das Mutterhaus einnahm.

Laut Dr. Dub werden in den nächsten Monaten die Bauarbeiten für insgesamt vier Biomasse-Kraftwerke in Deutschland beginnen: Am 3. Juni wird Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Manfred Stolpe den offiziellen Grundstein legen für ein neues 20-Megawatt-Kraftwerk in Königs Wusterhausen (südöstlich von Berlin). Weitere Kraftwerke sollen in Hannover-Misburg, in Flörsheim-Wicker (zwischen Wiesbaden und Frankfurt) sowie in Mannheim entstehen. Daneben baut die MVV Energie AG derzeit ein bestehendes Öl-Kraftwerk auf dem Gelände der Möbelfabrik Hukla im badischen Gengenbach zu einem Biomasse-Heizkraftwerk um. Dr. Werner Dub: „Wir werden in den nächsten Jahren bis zu 255 Millionen Euro in neue Biomasse-Kraftwerke investieren und damit diesen Energieträger zu einem wichtigen Bestandteil unserer Strategie der dezentralen Energieversorgung entwickeln.“

Gleichzeitig will die MVV Energie AG die Windenergie europaweit ausbauen. Hier arbeitet die MVV mit dem Lübecker Windanlagenbauer DeWind AG zusammen, an dem die MVV selbst beteiligt ist. Beide Unternehmen haben dafür, so Dr. Eichelbrönner, mit der RED Project Management GmbH bereits im Jahr 2000 eine Projektgesellschaft zur Entwicklung von Windparks gegründet. Der Schwerpunkt liege dabei neben Deutschland auf Irland, Spanien, Frankreich und Polen.

23.04.2002   Quelle: MVV Energie AG

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