Photovoltaik-Nachfrage trotzt der Wirtschaftsflaute

Die Nachfrage im 100.000 Dächer Solarstrom-Programm bleibt stabil. Obwohl die Bereitschaft zu größeren Investitionen im Juni wieder allgemein gesunken sei, gingen bei der KfW 1.175 Anträge für einen Photovoltaik-Kredit ein, berichtet der Deutsche Fachverband Solarenergie e.V. (DFS) in einer Pressemitteilung.  Die beantragte Leistung sei leicht gestiegen und liege nun bei…

Die Nachfrage im 100.000 Dächer Solarstrom-Programm bleibt stabil. Obwohl die Bereitschaft zu größeren Investitionen im Juni wieder allgemein gesunken sei, gingen bei der KfW 1.175 Anträge für einen Photovoltaik-Kredit ein, berichtet der Deutsche Fachverband Solarenergie e.V. (DFS) in einer Pressemitteilung.  Die beantragte Leistung sei leicht gestiegen und liege nun bei zirka 5,9 Megawatt Spitzenleistung (MWp). Auch die Kredit-Zusagen lägen mit 5,7 MWp im Juni leicht über dem Wert vom Mai (5,6 MWp).

Im ersten Halbjahr wurden laut DFS 25,7 MWp beantragt und 25,9 MWp bewilligt. Damit bewege sich die Nachfrage im ersten Halbjahr in der gleichen Größenordnung wie im Vorjahr, nur der Umfang der Bewilligungen läge mit 25,9 MWp rund 13% unter dem Vorjahresniveau, da damals von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zusätzlich noch Anträge aus dem Jahr 2000 abgearbeitet worden seien. Im zweiten Halbjahr erwartet der DFS eine ansteigende Nachfrage auf Grund der Senkung der Einspeisevergütung für Solarstrom zum 1.1.2003 sowie der erwarteten anziehenden Konjunktur. Wie groß der Anstieg sein wird und ob der Vorjahreswert von 80 MWp wieder erreicht werden kann, hänge entscheidend davon ab, wie schnell die allgemeine Kaufzurückhaltung aufgegeben wird.

Die Zahl der Anträge auf Zuschüsse für Sonnenkollektoren (Marktanreizprogramm zugunsten erneuerbarer Energien) lagen nach Auskunft des DFS im Juni 15% unter dem Vormonat. Damit bleibe der Solarthermie-Markt weiter deutlich hinter den Erwartungen zurück und könne sich der wieder gestiegenen Verunsicherung der Verbraucher und der daraus resultierenden Kaufzurückhaltung nicht entziehen. Die Solarverbände wollen nun mit der Initiative „Solarwärme plus“ ihre Öffentlichkeitsarbeit verstärken und damit die Nachfrage stützen, wobei eine generelle Trendwende erst mit der erhofften Konjunkturerholung erwartet wird.

09.07.2002   Quelle: DFS

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