Solarsiedlung Köln-Bocklemünd augezeichnet

Die architektonisch anspruchsvolle Integration der Solartechnik in die Fassaden mehrerer Hochhäuser im Kölner Stadtteil Bocklemünd wurde beim Wettbewerb „sternstadt“ prämiert. Die Solarsiedlung erhält die Auszeichnung in der Kategorie „Öko-sternstadt durch Zukunftstechnik“ und 5.000 Euro vom Deutschen Fachverband Solarenergie e.V. (DFS).  Das Magazin „stern“ und die Bausparkasse Schwäbisch Hall hatten den…

Die architektonisch anspruchsvolle Integration der Solartechnik in die Fassaden mehrerer Hochhäuser im Kölner Stadtteil Bocklemünd wurde beim Wettbewerb „sternstadt“ prämiert. Die Solarsiedlung erhält die Auszeichnung in der Kategorie „Öko-sternstadt durch Zukunftstechnik“ und 5.000 Euro vom Deutschen Fachverband Solarenergie e.V. (DFS).  Das Magazin „stern“ und die Bausparkasse Schwäbisch Hall hatten den Wohnlandschafts- und Städtebauwettbewerb ausgelobt. Im Rahmen des 21. Architektur-Weltkongreß in Berlin wurde am 23. Juli der Preis an die Wohnbauträger LEG (Landesentwicklungsgesellschaft NRW GmbH) und ASG (Antoniter Siedlungsgesellschaft mbH) sowie die mit der Planung betraute Entwicklungsgesellschaft Ecofys übergeben.

Der Preis war von acht Mitgliedsfirmen des DFS gestiftet worden. Der Verband sieht die prämierten Wohnanlagen als zukunftsweisendes Modellprojekt für die Solarenergienutzung in Mietshäusern. Die LEG und die ASG, Eigentümer der 548 Wohnungen in 33 Gebäuden, hatten die Sanierung der Wohnhochhäuser vor allem aus energetischen Gründen betrieben. Neben einer guten Wärmedämmung wurden Solarstrommodule mit einer Gesamtleistung von 144 Kilowatt in Fassaden und Balkonbrüstungen integriert. Jetzt verbrauchen die Häuser 53% weniger Heizenergie, haben eine höhere Wohnqualität und sehen durch die Solarstrommodule attraktiver aus. „Die Mieter sind begeistert“ freut sich Monika Rösener, Projektleiterin der LEG, die in Berlin den Preis entgegennahm. „Durch die Solaranlagen wurden die Wohnhochhäuser deutlich aufgewertet“.

Die Solar-Unternehmen Braas, Brötje, Consolar, Pfleiderer, Schüco, Solvis, Viessmann und Wagner & Co wollen mit Ihrer Unterstützung von „sternstadt“ deutlich machen, dass eine hohe Energieausbeute aus Solaranlagen selbstverständlich ist. Heute legen die Solartechnik-Hersteller vor allem Wert auf das Design der Kollektoren und Module. Da auch die Befestigungssysteme weiterentwickelt wurden, stehen jetzt für alle Gegebenheiten architektonisch anspruchsvolle Integrationsmöglichkeiten zur Verfügung. Der DFS als Verband der Hersteller und Großhändler von Solaranlagen, rechnet künftig mit einer zunehmenden Nutzung der Solartechnik auf und an Mietshäusern sowie gewerblichen Bauten: „Die Wohnbauunternehmen fangen an, sich mit dem Thema Solarenergie zu beschäftigen“, so Gerhard Stryi-Hipp, Geschäftsführer des DFS. „Dabei setzt sich langsam die Erkenntnis durch, dass Solaranlagen nicht nur die Energiekosten senken, sondern auch die Akzeptanz der Mieter erhöhen und wie in Köln-Bocklemünd die Mietshäuser und -wohnungen aufwerten. Dadurch lohnt sich die Solartechnik, auch wenn die reinen Energiekosten derzeit noch etwas höher sind.“

02.08.2002   Quelle: DFS

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