Fraunhofer ISE entwickelt Benzinreformierung für Brennstoffzellen

Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg hat ein vierjähriges Projekt zur Reformierung von Benzin zu Wasserstoff erfolgreich abgeschlossen. Ziel war es, das Verfahren der so genannten autothermen Reformierung von schwefelarmem Benzin zur Wasserstofferzeugung als effizient und sinnvoll nachzuweisen.   Die Forscher des ISE haben dieses Verfahren gemeinsam mit Industriepartnern so weit optimiert, […]

Das Fraunhofer Institut für Solare Energiesysteme (ISE) in Freiburg hat ein vierjähriges Projekt zur Reformierung von Benzin zu Wasserstoff erfolgreich abgeschlossen. Ziel war es, das Verfahren der so genannten autothermen Reformierung von schwefelarmem Benzin zur Wasserstofferzeugung als effizient und sinnvoll nachzuweisen.   Die Forscher des ISE haben dieses Verfahren gemeinsam mit Industriepartnern so weit optimiert, dass nun die Voraussetzungen geschaffen sind, derartige Reformer für Brennstoffzellen in Fahrzeugen zu testen.

Die Automobilindustrie arbeitet weltweit an der Entwicklung von schadstofffreien Fahrzeugantrieben mit Hilfe von Brennstoffzellen auf der Basis von Wasserstoff.
Dieser wird gegenwärtig aus kohlenstoffhaltigen Energieträgern durch Reformierung vor Ort erzeugt. In Frage kommen dafür flüssige Brennstoffe wie Benzin, Diesel, Methanol oder Ethanol. Sie können leicht getankt werden und seien daher auch für Brennstoffzellenautos ein idealer Energieträger, heißt es in einer Pressemitteilung des ISE. Der große Vorteil von Benzin und Diesel sei die mit dem Tankstellennetz bereits eingerichtete Infrastruktur. Die Freiburger Forscher haben herausgefunden, dass sich schwefelfreies Benzin, wie es ab 2003 auf den Markt kommen soll, besonders gut für die autotherme Reformierung eignet.

Bei der autothermen Reformierung wird ein Gemisch aus Wasserdampf, Luft und Benzin mit Hilfe eines Katalysators in ein wasserstoffreiches Gasgemisch umgewandelt. Die für die Umwandlung benötigte Energie wird dadurch geliefert, dass ein Teil des dem Reaktor zugeführten Benzins verbrannt wird. Im Unterschied zum Verbrennungsmotor entstehen bei einem Brennstoffzellenfahrzeug mit Benzinreformer keine Abgase mit CO- und NOx-Anteilen, berichtet das ISE.

Am dem Projekt beteiligt waren neben dem Fraunhofer ISE die Industriepartner DaimlerChrysler AG (Forschungszentrum Ulm), OMG AG & Co. KG, Precious Metal Group (Hanau), Robert Bosch GmbH, Aral AG sowie das Institut für Chemische Verfahrenstechnik an der Universität Stuttgart. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF förderte das Projekt im Rahmen einer breit angelegten Unterstützung für die Protonenaustauschmembran- Brennstoffzellen-Technik für mobile Anwendungen – kurz PEMTECH.

11.12.2002   Quelle: Fraunhofer ISE

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