Trittin: Ambitionierte Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien erforderlich

Der Ausbau der erneuerbaren Energien hat nach Ansicht von Bundesumweltminister Jürgen Trittin höchste Priorität bei der Schaffung einer zukunftsfähigen globalen Energieversorgung.  „Wir können eine wirkliche win-win-Situation schaffen, in der gleichzeitig das Klima geschützt, die Wirtschaft entwickelt und Armut überwunden werden,“ sagte Trittin zur Eröffnung einer Konferenz am 4. Juni 2003 in Brüssel, an der 80 […]

Der Ausbau der erneuerbaren Energien hat nach Ansicht von Bundesumweltminister Jürgen Trittin höchste Priorität bei der Schaffung einer zukunftsfähigen globalen Energieversorgung.  „Wir können eine wirkliche win-win-Situation schaffen, in der gleichzeitig das Klima geschützt, die Wirtschaft entwickelt und Armut überwunden werden,“ sagte Trittin zur Eröffnung einer Konferenz am 4. Juni 2003 in Brüssel, an der 80 Staaten der „Johannesburg Renewable Energy Coalition“ teilnehmen. Der Minister rief die beteiligten Länder auf, konkrete nationale und regionale Ziele für den Ausbau der erneuerbaren Energien zu erarbeiten und diese bei der internationalen Konferenz, die im Juni 2004 in Bonn stattfindet, zu präsentieren. Die Bundesregierung will den Anteil der erneuerbaren Energien bis 2010 auf 12,5 Prozent verdoppeln. EU-weit soll der Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien bis 2010 bei 22 Prozent liegen.

Auf dem Johannesburg-Gipfel im September 2002 hätte sich die Weltgemeinschaft zwar für die Förderung der erneuerbaren Energien ausgesprochen. Die Staatengemeinschaft hätte sich aber nicht auf konkrete Zeit- und Ausbauziele einigen können heißt es in der Pressemitteilung des BMU. Deshalb habe eine Gruppe gleichgesinnter Staaten dort eine Deklaration verabschiedet, mit der sie sich zu verbindlichen Zielen verpflichten wollen. An dieser Johannesburg-Koalition für erneuerbare Energien beteiligen sich inzwischen 80 Staaten. Dazu gehören unter anderem die EU-Staaten und Beitrittsländer, Schwellenländer wie Argentinien, Brasilien und Chile, afrikanische Länder wie Marokko und Gambia sowie Norwegen, Island, Schweiz und Neuseeland.

Trittin rief die Teilnehmer auf, über Instrumente und Maßnahmen zu diskutieren, damit die Ziele zum Ausbau der erneuerbaren Energien auch umgesetzt werden können. Der Minister sprach sich dafür aus, vermehrt privates Kapital zu mobilisieren und mit öffentlichen Investitionen stärker den Ausbau zu fördern. Trittin plädierte ferner dafür, dass die EU-Kommission auch als Sekretariat für die Koalition der 80 Staaten fungiere. Das werde der Koalition mehr Gewicht und eine Stimme geben.

05.06.2003   Quelle: BMU

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