Europäisches Solarstrom-Netzwerk gestartet

Unter Federführung des Landes Nordrhein-Westfalen ging Ende November 2004 das Europäische Netzwerk-Projekt „ERA-NET Photovoltaik“ (PV-ERA-NET) an den Start. Das Netzwerk setzt sich zusammen aus europäischen Einrichtungen, die Fördermittel im Bereich der Photovoltaik vergeben oder verwalten. Beteiligt sind neben dem NRW-Wissenschaftsministerium, dem NRW-Energieministerium und dem Jülicher Projektträger Energie, Technologie, Nachhaltigkeit 14…

Unter Federführung des Landes Nordrhein-Westfalen ging Ende November 2004 das Europäische Netzwerk-Projekt „ERA-NET Photovoltaik“ (PV-ERA-NET) an den Start. Das Netzwerk setzt sich zusammen aus europäischen Einrichtungen, die Fördermittel im Bereich der Photovoltaik vergeben oder verwalten. Beteiligt sind neben dem NRW-Wissenschaftsministerium, dem NRW-Energieministerium und dem Jülicher Projektträger Energie, Technologie, Nachhaltigkeit 14 Ministerien und Projektträger aus den Niederlanden, Österreich, Frankreich, Schweden, Dänemark, Spanien, Polen, Griechenland, Großbritannien und der Schweiz.  Das Netzwerk zielt darauf ab, die verschiedenen nationalen und regionalen Förderprogramme der beteiligten Partner im Bereich der Photovoltaik abzustimmen und zu koordinieren.

NRW nimmt im europäischen Forschungsraum eine führende Rolle ein

NRW-Wissenschaftsministerin Hannelore Kraft betonte beim Kick-off-Meeting in Düsseldorf: „Die Rolle Nordrhein-Westfalens als bedeutende Region modernster Energietechnologien in der Europäischen Union wird einmal mehr dadurch unterstrichen, dass unserem Bundesland hier die Koordinationssaufgabe übertragen wurde.“ Finanziert wird das „ERA-NET Photovoltaik“ von der Europäischen Union im 6. Forschungsrahmenprogramm mit 2,75 Millionen Euro über vier Jahre.

Europäischer Forschungsraum soll nationale Programme bündeln

Das „ERA-NET Photovoltaik“ will zunächst nationale und regionale Photovoltaik-Forschungsförderprogramme erfassen und durch regelmäßige Workshops das gegenseitige Verständnis der unterschiedlichen Forschungsprogramme und -strukturen verbessern. Dadurch sollen Lücken, Überschneidungen und mögliche Synergien festgestellt werden. Zudem soll die Basis für gemeinsame Forschungsprogramme und gegenseitige Öffnung einzelstaatlicher Forschungsprogramme für Forscher aus anderen EU-Mitgliedstaaten geschaffen werden. Langfristiges Ziel des Vorhabens ist die Schaffung eines europäischen Forschungsraums (European Research Area – ERA). „In Europa arbeiten heute 25 Staaten mit ihren nationalen Budgets unabgestimmt nebeneinander. 75 Prozent der europäischen Fördermittel für die Photovoltaikforschung werden innerhalb der nationalen und regionalen Programme verwaltet. Japan und die USA besitzen dagegen straff geführte nationale Programme. Wenn wir mit der internationalen Konkurrenz mithalten wollen, ist ein europäischer Forschungsraum mit koordinierten nationalen und regionalen Programmen notwendig“, so NRW-Wissenschaftsministerin Kraft.

Langfristige Stärkung der europäischen Solarstrom-Technologie erforderlich

Angesichts des wachsenden Energieverbrauchs der wirtschaftlich aufstrebenden Länder stelle die weltweite Energieversorgung einen riesigen Zukunftsmarkt mit konstanten Wachstumsraten dar, heißt es in der Pressemitteilung des Projektträgers Energie, Technologie, Nachhaltigkeit. Dabei werde die Photovoltaik im Energiemix der Zukunft eine bedeutende Stellung einnehmen. Die langfristige Stärkung der europäischen Solarstrom-Technologie wie sie von dem „ERA-NET Photovoltaik“ vorangetrieben werden soll, stelle eine unbedingte Voraussetzung dar, an diesem expandierenden Markt teilzuhaben.

Weitere Informationen zum „ERA-NET Photovoltaik“ gibt Dr. Isolde Arzberger, Projektträger Energie, Technologie, Nachhaltigkeit, Tel.: 02461/690-615, Fax: 02462/690-610, E-Mail: etn@pt-etn.tz-juelich.de.

02.12.2004   Quelle: Projektträger Energie, Technologie, Nachhaltigkeit   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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