Jürgen Trittin startet Klimaforschung per Linienflug

Bundesumweltminister Trittin weihte am 13.12.2004 auf dem Flughafen Frankfurt/Main das per Linienflug betriebene europäische Klimaforschungsprojekt CARIBIC ein. Der erste Flug des mit Messgeräten ausgerüsteten Lufthansa-Airbus A340-600 brachte den Minister am Abend nach Buenos Aires zur 10. Weltklimakonferenz. Trittin: „Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag, um die sehr komplexen Prozesse der…

Bundesumweltminister Trittin weihte am 13.12.2004 auf dem Flughafen Frankfurt/Main das per Linienflug betriebene europäische Klimaforschungsprojekt CARIBIC ein. Der erste Flug des mit Messgeräten ausgerüsteten Lufthansa-Airbus A340-600 brachte den Minister am Abend nach Buenos Aires zur 10. Weltklimakonferenz. Trittin: „Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag, um die sehr komplexen Prozesse der Klimaänderung aufzuklären. Solche Erkenntnisse können ausschlaggebend sein, wenn wir den Klimaschutz voranbringen wollen.“   Unter der Federführung des Max-Planck-Instituts für Chemie soll ein „fliegendes Labor“ über mehrere Jahre die Zusammensetzung der Erdatmosphäre sowie die dortigen chemischen Prozesse detailliert untersuchen. Die Abkürzung CARIBIC steht für Civil Aircraft for the Regular Investigation of the Atmosphere Based on an Instrumented Container (Zivilflugzeug für die systematische Erforschung der Atmosphäre mit Hilfe eines Messcontainers).

Interkontinentalflüge zwischen Troposphäre und Stratosphäre

Das weniger als 50 cm große Messgerät am Bauch des Airbus ist mit einer Kamera, Teleskopen und Sammelrohren ausgestattet und mit einem Messcontainer von mehr als einer Tonne Gewicht im vorderen Laderaum verbunden. Es wird auf Langstrecken- und Interkontinentalflügen Treibhausgase, Wasserdampf, Ozon, Stickoxide, Quecksilber, Kohlenmonoxid und zahlreiche weitere Gase in der Atmosphäre sammeln und untersuchen. Auch Aerosole sollen gemessen werden, die eine wichtige Rolle bei der Wolkenbildung spielen und den Strahlungshaushalt der Atmosphäre beeinflussen. Dabei bewegt sich das Forschungsflugzeug auf seinen Reisen auf der für die Klimaforschung besonders interessanten Grenze zwischen Troposphäre und Stratosphäre, die je nach Breitengrad in etwa zehn Kilometer Höhe liegt. Dort sei der Einfluss der klimawirksamen Gase besonders groß, so das BMU.

Europäische Zusammenarbeit für den Klimaschutz

Trittin begrüßte, dass sich für dieses Projekt Atmosphärenforscher aus sechs europäischen Ländern – Deutschland, Schweden, Großbritannien, den Niederlanden, Schweiz und Frankreich – zusammengeschlossen haben. „Klimaschutz ist eine globale Aufgabe, die kein Land allein lösen kann. Deshalb ist es wichtig, international zusammenzuarbeiten und gemeinsam das Weltklima zu schützen“, so der Minister.

14.12.2004   Quelle: BMU   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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