Wirtschaftsverband Windkraftwerke begrüßt Einigung über dena-Studie

Mit der am 24.02.2005 erreichten Einigung über die dena-Netzstudie seien die Weichen für die weitere Entwicklung der Windenergie in Deutschland onshore und offshore gestellt, kommentiert Dr. Wolfgang von Geldern als Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke e.V. (WVW) den Abschluss der Arbeiten an dieser Zukunftsstudie.   Der WVW war einer der Auftraggeber. Die Studie belege, dass die […]

Mit der am 24.02.2005 erreichten Einigung über die dena-Netzstudie seien die Weichen für die weitere Entwicklung der Windenergie in Deutschland onshore und offshore gestellt, kommentiert Dr. Wolfgang von Geldern als Vorsitzender des Wirtschaftsverbandes Windkraftwerke e.V. (WVW) den Abschluss der Arbeiten an dieser Zukunftsstudie.   Der WVW war einer der Auftraggeber. Die Studie belege, dass die Integration der Windenergie in die deutschen Stromnetze auch bei einem weiteren Ausbau an Land sowie auf hoher See (offshore) möglich sei. Damit zeige die lange und heftig diskutierte Studie konkrete Perspektiven für die Windenergie in Deutschland bis zum Jahr 2015 auf.

Windstrom kann in das Netz integriert werden

Die zentralen Aussagen der Studie sind laut WVW, dass der Windstrom sich auch bei einem bis 2015 anhaltend schnellen Ausbau der Windenergie mit einer moderaten Anpassung der Netze kostengünstig in das deutsche Stromnetz integrieren lasse und bis zur Realisierung des notwendigen Netzausbaus technische Übergangslösungen zur Verfügung stünden. Für Regel- und Reserveenergie müssten keine zusätzlichen konventionellen Kraftwerke gebaut werden, so der WVW. Im Stromnetz gebe es Modernisierungsbedarf, um innovative und kostengünstige Systemlösungen zu erreichen.

Verbraucher profitieren von sinkenden Kosten für Windstrom

In den kommenden Jahren würden die Verbraucher von den kontinuierlich sinkenden Kosten für Windstrom profitieren, betont von Geldern. Dann sollten sie auch von optimierten Netzen und damit geringeren Netzkosten profitieren können. Unverständlich bleibe, dass die Studie von gleichbleibenden Kosten für fossile Stromerzeugung ausgehe. Schrumpfende Reserven der Energieträger würden zu deutlich steigenden Preisen führen, so der WVW-Vorsitzende. Windstrom hingegen werde kontinuierlich günstiger und verringere die Abhängigkeit von Energieimporten.

Windkraft-Wachstum auf See

Erhebliche Zubauraten seien nach der dena-Studie bis 2015 bei Offshore-Windparks auf hoher See zu erwarten, so der WVW. Mit der Offshore-Windenergie entstehe ein neuer Wirtschaftszweig in einem dynamischen Wachstumsmarkt. Diese Entwicklung dürfe jedoch nicht durch langwierige, bürokratische Planungs- und Genehmigungsverfahren behindert werden. Schon jetzt bestehe die Gefahr, dass Deutschland aufgrund bürokratischer Hürden den Anschluss an die internationale Offshore-Entwicklung verliere. Vor Dänemark, Schweden, den Niederlanden, Großbritannien und Irland seien Offshore-Windparks bereits in Betrieb, während in Deutschland immer noch geplant und geprüft werde. „Mit dem Abbau bürokratischer Hürden und der Absicherung von Milliardeninvestitionen wie in anderen Bereichen der Energieerzeugung auch, können Impulse für Innovation und Beschäftigung erreicht werden“, fordert von Geldern.

25.02.2005   Quelle: WVW   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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