Solarunternehmen fördern Solarenergienutzung in Afrika

Mit einer „Solarpartnerschaft“ deutscher Unternehmen will die Stiftung Solarenergie e.V. die Nutzung der Sonnenenergie in Afrika voranbringen. „Die Solarbranche erlebt einen wirtschaftlichen Höhenflug wie noch nie. Wir suchen Solarunternehmen, die bereit sind ihre Sonnenernte mit benachteiligten Regionen zu teilen“, so Dr. Harald Schützeichel, Vorstand der Stiftung Solarenergie e.V.  Mit der…

Mit einer „Solarpartnerschaft“ deutscher Unternehmen will die Stiftung Solarenergie e.V. die Nutzung der Sonnenenergie in Afrika voranbringen. „Die Solarbranche erlebt einen wirtschaftlichen Höhenflug wie noch nie. Wir suchen Solarunternehmen, die bereit sind ihre Sonnenernte mit benachteiligten Regionen zu teilen“, so Dr. Harald Schützeichel, Vorstand der Stiftung Solarenergie e.V.  Mit der hb Energietechnik Handels GmbH aus Gütersloh sei das erste Solarunternehmen für eine Solarpartnerschaft gefunden, so die Stiftung in einer Pressemitteilung.

Sanfte Energie plus ethischer Anspruch

„Solarenergie ist nicht nur eine wirtschaftliche Größe. Viele Solarunternehmer verbinden mit dieser sanften Energieform auch einen ethischen Anspruch. Genau diese Unternehmer sprechen wir mit der Aktion Solarpartnerschaft an“, erklärt Schützeichel. „Ich habe nach einer sinnvollen Verknüpfung meines wirtschaftlichen Erfolges mit einem Engagement für eine nachhaltige Entwicklungspolitik gesucht. Die Solarpartnerschaft bietet dies auf unkomplizierte und erschwingliche Weise“, begründet Klaus-Dieter Höft, Geschäftsführer der hb Energietechnik Handels GmbH, seine Teilnahme.

Engagement soll Sympathie beim Käufer wecken

Unternehmen, die eine Solarpartnerschaft eingehen wollen, verpflichten sich, einen einmaligen Beitrag in Höhe von 0,5 Cent je Watt installierter Solarleistung an die Stiftung Solarenergie zu zahlen. Für eine Solaranlage auf einem Privathaus mit 3 kW Leistung wären das 15 Euro. Bei einem Solarkraftwerk mit 100 kW Leistung wären es 500 Euro. Die Solarpartnerschaft gilt für mindestens zwei Jahre und berechtigt das Unternehmen, als Partner der Stiftung Solarenergie – Energie ohne Grenzen öffentlich aufzutreten. „Für den Endkunden wird auf einen Blick ersichtlich, dass sich das jeweilige Solarunternehmen über das eigene Geschäft hinaus für eine gute Sache engagiert. Der geringe Abgabepreis an die Stiftung Solarenergie schlägt sich nicht auf den Verkaufspreis der Solaranlage nieder. Es ist wahrscheinlicher, dass das zusätzliche Engagement Sympathie beim Käufer erzeugt“, unterstreicht Schützeichel. „Die Spenden aus der Aktion „Solarpartnerschaft“ würden ausschließlich verwendet für Solarprojekte der Stiftung Solarenergie in Entwicklungsländern.“ Das Engagement des Solarunternehmens ist darüber hinaus auch steuerlich attraktiv, da es Spenden an die als gemeinnützig anerkannte Stiftung Solarenergie sind.

Solarenergie für Gesundheitsstationen in Äthiopien

Die Stiftung Solarenergie engagiert sich nach eigenen Angaben bereits mit einem Solarprojekt in Äthiopien, einem der ärmsten Länder der Erde. Dort würden derzeit in einem Pilotprojekt Hütten und Gesundheitsstationen mit Solaranlagen bestückt. „Wir wollen die gute Zusammenarbeit mit den Einrichtungen vor Ort nutzen, noch mehr Sonne in die Dörfer zu bringen und weitere Gesundheitsstationen mit Solarenergie zu versorgen.“, begründet Schützeichel die Aktion „Solarpartnerschaft“. Die Solarsysteme sollen nach dem Prinzip „Hilfe zur Selbsthilfe“ installiert werden. So würden äthiopische Elektromonteure die Solarsysteme montieren und mit ihren kleinen Handwerksbetrieben die technische Wartung dauerhaft übernehmen.

Weitere Informationen: www.stiftung-solarenergie.de

02.03.2005   Quelle: Stiftung Solarenergie e.V.   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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