NRW: Solarstrom-Fassadenanlage an neuer Produktionshalle

Der Elektrohersteller Schniewindt GmbH & Co. KG in Neuenrade im Märkischen Kreis nahm eine der größten Photovoltaik-Anlagen in Nordrhein-Westfalen in Betrieb. Zugleich setzt das Traditionsunternehmen architektonisch wegweisende Zeichen: die rund 210 Quadratmeter große Anlage vollständig in die Fassade einer neuen Produktionshalle integriert.  Die als Vorhangfassade an der Südseite ausgeführte Anlage…

Der Elektrohersteller Schniewindt GmbH & Co. KG in Neuenrade im Märkischen Kreis nahm eine der größten Photovoltaik-Anlagen in Nordrhein-Westfalen in Betrieb. Zugleich setzt das Traditionsunternehmen architektonisch wegweisende Zeichen: die rund 210 Quadratmeter große Anlage vollständig in die Fassade einer neuen Produktionshalle integriert.
 
Die als Vorhangfassade an der Südseite ausgeführte Anlage besteht aus 160 Hochleistungsmodulen mit 28 Kilowatt installierter Leistung (kWp) auf einer Fläche von 25,50 m Breite und 8,30 m Höhe. Das neue Gebäude produziert Strom aus Sonnenlicht, der in das öffentliche Netz eingespeist wird. „Solares Bauen ist ein aktiver Beitrag zum Klimaschutz. Wir in Nordrhein-Westfalen setzen auf die Nutzung regenerativer Energien und effiziente Technologie; gerade die fassadenintegrierten Solaranlagen beinhalten großes Potenzial. Dieses Projekt trägt dazu bei, dass unser Land bei der Solarenergie in Europa weit vorne liegt.“, sagte NRW-Städtebauminister Dr. Michael Vesper. Die Anlage wurde vom Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen des REN-Programms gefördert.

Imagegewinn mit Solarstrom

Für die Unternehmer Wolfgang und Dr. Sarah Schniewindt war die Entscheidung für die Installation einer so großen Solaranlage fast eine Selbstverständlichkeit. „Wir wollten die große Südfassade einfach sinnvoll nutzen. Da wir Lieferant für die Energieindustrie, insbesondere der Energieverteilung sind, entsprach es aber auch unserer Firmenphilosophie, die freie Fläche möglichst vollständig für die Erzeugung elektrischer Energie zu nutzen – also für die Montage einer Photovoltaikanlage“, erläutert Geschäftsführerin Dr. Sarah Schniewindt das Projekt. Das Unternehmen verspricht sich mit der weithin sichtbaren Anlage auch einen Imagegewinn, mit dem der eigene innovative Anspruch unterstrichen werden soll.

„Strom statt Marmor“

Umgesetzt hat das Projekt das Architektur- und Ingenieurbüro schnabel krach. „Der Besucher erhält durch die Solarfassade auf den ersten Blick einen positiven Eindruck. Wir wollten mit architektonischen Mitteln ‚Kultiviertheit‘ und ‚Verantwortungsbewusstsein‘ transportieren. Die Solar-Fassade war für uns das ideale gestalterische Element“, so Architekt Karl Michael Krach von schnabel krach. Unter der Regie des Neuenrader Architekturbüros waren ausschließlich Unternehmen aus der näheren Umgebung an der Umsetzung beteiligt. „Hier sieht man, wie gut die Region wirtschaftlich in Punkto Zukunftsenergien aufgestellt ist“, kommentiert Solar-Experte Dipl.-Ing. Gerald Orlik von der Energieagentur NRW in Wuppertal. „Dieses Beispiel zeigt anschaulich, dass Photovoltaik nicht nur einfach zur Stromerzeugung eingesetzt werden kann. In die Architektur integriert wertet sie gemäß dem Motto ‚Strom statt Marmor‘ die eher unspektakuläre Fassade auf, spart somit Kosten und produziert gleichzeitig Strom“, lobte Orlik.

21.03.2005   Quelle: Energieagentur NRW   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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