Irland übernimmt deutsches Ökostromgesetz

Irland wird das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als Vorbild für die eigene Ökostromförderung nehmen, berichtet der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer Pressemitteilung. Damit wechsle inzwischen das zwölfte europäische Land zu dem in Deutschland erfolgreichen System.   „Deutschland ist europäisches Vorbild bei der Förderung Erneuerbarer Energien. Kein anderes Land hat in so…

Irland wird das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) als Vorbild für die eigene Ökostromförderung nehmen, berichtet der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) in einer Pressemitteilung. Damit wechsle inzwischen das zwölfte europäische Land zu dem in Deutschland erfolgreichen System.   „Deutschland ist europäisches Vorbild bei der Förderung Erneuerbarer Energien. Kein anderes Land hat in so kurzer Zeit die Strommenge aus Erneuerbaren Energien derart gesteigert und dabei die Kosten so stark gesenkt wie Deutschland“, kommentiert BEE- Geschäftsführer Milan Nitzschke. Länder, die vorher auf andere Förderinstrumente gesetzt hätten, würden nun das deutsche System wählen, um den Anschluss nicht zu verlieren.

Feste Einspeisevergütung statt staatlich organisierter Ausschreibungen

Irland lag laut BEE bei der Erreichung der EU-Ziele für den Ausbau erneuerbarer Energien bisher weit zurück und müsse seine Erzeugungskapazität noch bis zum Jahr 2010 verdoppeln. Das bisherige System von staatlich organisierten Ausschreibungen werde nun durch ein so genanntes Festpreissystem ersetzt, kündigte Energieminister Noel Dempsey an. Wie in Deutschland sollen dann festgelegte Vergütungen pro Kilowattstunde Strom aus erneuerbaren Energien gezahlt werden, mit denen auch unabhängige kleine und mittelständische Erzeuger kalkulieren könnten. In Deutschland werden diese Vergütungen für Neuanlagen zudem jährlich gesenkt. „Damit schaffen wir hierzulande Innovations- und Kostensenkungsanreize. Alleine die Kosten für Windenergie konnten in nur fünf Jahren um 15 Prozent gesenkt werden. Inzwischen sind wir Technologieführer in den meisten Bereichen der Erneuerbaren Energien“, so Nitzschke.

Exportschlager EEG

„Nicht nur die Erneuerbaren Energien sondern auch das Erneuerbare-Energien-Gesetz sind Exportschlager aus Deutschland“, betont der BEE-Geschäftsführer. Zehn der fünfzehn alten EU-Mitgliedsstaaten wie Frankreich, Spanien und Österreich wenden laut Nitschke Vergütungssysteme an, die mit dem deutschen EEG vergleichbar sind. Als erste Erweiterungsländer hätten sich auch Zypern und Tschechien für vergleichbare Instrumente entschieden. Die anderen EU-Neumitglieder hätten noch kein Instrument eingeführt. Außerhalb der EU sei das deutsche EEG unter anderem von China und Brasilien übernommen worden. Auf der HannoverMesse sei berichtet worden, dass auch Russland ein ähnliches Vergütungssystem erwäge, speziell für die Windenergie.

Hintergrundmaterial sowie eine Rede des irischen Energieministers Dempsey im Internet unter http://www.bee-ec.de

13.04.2005   Quelle: BEE   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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