Aktion „Sonnenwärme vom Watzmann bis zum Wendelstein“ erfolgreich gestartet

Solarwärmetechnik zur Beheizung von Gebäuden in der Region vorantreiben, das möchten die Initiatoren des Aktionsbündnisses „Sonnenwärme vom Watzmann bis zum Wendelstein“. Sieben ehrenamtliche Solarinitiativen, 25 Handwerksbetriebe und vier Großhändler haben sich zu diesem Zweck im Chiemgau zusammengeschlossen. Ziel ist, die Kollektorfläche in den Landkreisen Traunstein, Rosenheim und Berchtesgadener Land zu…

Solarwärmetechnik zur Beheizung von Gebäuden in der Region vorantreiben, das möchten die Initiatoren des Aktionsbündnisses „Sonnenwärme vom Watzmann bis zum Wendelstein“. Sieben ehrenamtliche Solarinitiativen, 25 Handwerksbetriebe und vier Großhändler haben sich zu diesem Zweck im Chiemgau zusammengeschlossen. Ziel ist, die Kollektorfläche in den Landkreisen Traunstein, Rosenheim und Berchtesgadener Land zu verzehnfachen, erklären die Initiatoren in einer Pressemitteilung.  Zu der Auftaktveranstaltung in Traunstein waren über 200 Mitglieder der Solar- und Umweltvereine, Handwerker und private Interessenten gekommen.

Im Rahmen der bundesweiten Aktion „Wärme von der Sonne“ unterstützt der Bundesverband Solarindustrie (BSi) e.V. gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium (BMU) das Chiemgauer Aktionsbündnis. „Es ist nicht die Frage, ob, sondern wann wir beginnen, die erneuerbaren Energien zu nutzen“, betonte Gerhard Stryi-Hipp Geschäftsführer des Bundesverbands Solarindustrie (BSi) e.V. bei der Auftaktveranstaltung am 20. April. Etwa fünf Prozent der Ein- und Zweifamilienhäuser nutzen die Solarwärme, es gebe also noch viele Dächer, die für eine umwelt- und klimafreundliche Energieerzeugung genutzt werden könnten, so Stryi-Hipp.

„CO2- und Öl-Barometer“

Das Chiemgauer Aktionsbündnis lehnt sich an die mehrfach ausgezeichnete Photovoltaik-Kampagne „Sonnenstrom vom Watzmann bis zum Wendelstein“ an. In ihrem Rahmen seien in den vergangenen fünf Jahren 21 Megawatt Solarstrom-Leistung in den Landkreisen Traunstein, Rosenheim und Berchtesgadener Land realisiert worden. „Ebenso wie die Photovoltaik besitzt auch die Solarthermie eine große Bedeutung für Klima- und Ressourcenschutz sowie die regionale Wertschöpfung“, betonte Peter Rubeck vom Forum Ökologie Traunstein e.V. Die Handwerksbetriebe, die an der Solarthermie-Kampagne teilnehmen, hätten allein 2004 Sonnenkollektoren mit einer Fläche von 4.900 Quadratmetern installiert. Dadurch könnten jährlich 1.220 Tonnen CO2 und 245.000 Liter Öl eingespart werden. Mit einem „CO2- und Öl-Barometer“ wollen die Partner die Ergebnisse genau dokumentieren.

Bis zum Herbst bieten die Partner des neuen Aktionsbündnisses gemeinsam mit den Handwerksbetrieben und Großhändlern ein buntes Programm rund um die Solarwärme an. Am bundesweiten Tag der Erneuerbaren Energien, dem 30. April, laden Bewohner von Energiesparhäusern ein, sich vor Ort über die Funktionsweise von Solaranlagen und Biomasseheizungen zu informieren. Zu den zahlreichen Veranstaltungen gehört auch die Aktion „KuS – Künstler unterstützen Solarenergie“. Am 30. April erwartet Kulturfreunde ein Konzert mit Zither Manä, am 24. September Musikkabarett mit Fredl Fesl.

Weitere Informationen unter www.forum-oekologie.org oder telefonisch unter der Rufnummer 0861 / 75 71.

27.04.2005   Quelle: Bundesverband Solarindustrie (BSi) e.V., Aktionsbündnis „Sonnenwärme vom Watzmann bis zum Wendelstein“   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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