Windenergie: Prototyp der 5-Megawatt-Klasse nimmt Betrieb auf

Rainer Baake, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, hat am 27. Mai 2005 in Bremerhaven die Windenergieanlage „M5000“ der Multibrid Entwicklungsgesellschaft mbH eingeweiht. Damit habe der dritte deutsche Anlagenhersteller eine der weltweit größten Windenergieanlagen der 5-Megawatt-Klasse in Betrieb genommen, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums (BMU).  „Die deutsche Windenergiebranche hat mit dieser…

Rainer Baake, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, hat am 27. Mai 2005 in Bremerhaven die Windenergieanlage „M5000“ der Multibrid Entwicklungsgesellschaft mbH eingeweiht. Damit habe der dritte deutsche Anlagenhersteller eine der weltweit größten Windenergieanlagen der 5-Megawatt-Klasse in Betrieb genommen, heißt es in einer Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums (BMU).
 
„Die deutsche Windenergiebranche hat mit dieser Anlage erneut ihre Innovationsfähigkeit demonstriert und ihre weltweite Marktführerschaft unterstrichen. Möglich wurde dieser Erfolg vor allem durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz, das anderen Fördersystemen, wie Quoten- und Ausschreibungsmodellen, deutlich überlegen ist“, so Baake. Es sei kostengünstiger und habe eine enorme Entwicklung ermöglicht, die zu mehr als 50.000 Arbeitsplätzen in der deutschen Windenergieindustrie geführt habe, erläutert Baake.

Bauweise speziell für den Offshore-Einsatz entwickelt

Die Windenergieanlage ist Prototyp einer neuen Generation und soll pro Jahr über 15 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Dies decke den Jahresstrombedarf von rund 4.500 Haushalten und erspare der Atmosphäre fast 10.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr, rechnet Baake vor. Die M5000 zeichnet sich nach Angaben des Herstellers durch eine geringe Gondelmasse und eine äußerst kompakte Bauweise aus, die speziell für den Offshore-Einsatz entwickelt wurde. Multibrid erwartet sich hiervon deutliche Vorteile bei der Installation der Anlagen auf See.

Die Bundesregierung hat sich das Ziel gesetzt, bis 2020 ein Fünftel des heutigen Strombedarfs aus erneuerbaren Quellen zu decken. Windenergieanlagen auf dem Meer sollen hierbei eine zentrale Rolle spielen. „Bis zum Jahr 2030 rechnen wir mit einem Stromanteil der Offshore-Windenergie von 15 Prozent und mit Investitionen der Branche von bis zu 50 Milliarden Euro“, sagte Staatssekretär Baake. Von dieser Entwicklung würden nicht zuletzt die Küstenländer Niedersachsen, Bremerhaven, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern profitieren.

01.06.2005   Quelle: BMU   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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