Größtes Bürger-Solarkraftwerk von Köln am Netz

Auf dem Dach der städtischen Gesamtschule (Europaschule) in Köln-Raderthal arbeitet seit Mitte Juni eine neue Solarstromanlage. Aus den Solarmodulen mit einer Fläche von rund 200 Quadratmetern können jährlich rund 15.000 Kilowattstunden Solarstrom in das öffentliche Netz eingespeist werden, berichtet die Stadt Köln in einer Pressemitteilung.   Ermöglicht worden sei die…

Auf dem Dach der städtischen Gesamtschule (Europaschule) in Köln-Raderthal arbeitet seit Mitte Juni eine neue Solarstromanlage. Aus den Solarmodulen mit einer Fläche von rund 200 Quadratmetern können jährlich rund 15.000 Kilowattstunden Solarstrom in das öffentliche Netz eingespeist werden, berichtet die Stadt Köln in einer Pressemitteilung.   Ermöglicht worden sei die Anlage durch das finanzielle Engagement von über 150 privaten Kapitalanlegern, die sich im Rahmen eines so genannten Bürgercontracting als stille Gesellschafter an diesem Solar- und Sparprojekt beteiligt haben. „Ich freue mich über die Realisierung dieses zukunftsweisenden Projektes. Gerade die Kommunen müssen eine Vorreiterrolle und Vorbildfunktion in punkto Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung übernehmen“, sagte Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma.

Land Nordrhein-Westfalen fördert, RheinEnergie AG gibt Zuschuss

Die Stadt Köln ist mit ihrer städtischen Gebäudewirtschaft Kooperations- und Vertragspartner für das vom Wuppertaler Institut für Klima, Umwelt und Energie konzipierte Vorhaben. Die Gebäudewirtschaft hat das Dach bereitgestellt und das Projekt mit ihrem Know-how als städtische Immobilienbewirtschafterin begleitet. Die Anlage wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert im Rahmen der „100.000 Watt-Solar-Initiative für Schulen in NRW – EnergieSchule 2000+“, außerdem unterstützt die Kölner RheinEnergie AG das Solarkraftwerk mit einem Investitionszuschuss.

1,5 Millionen Kilogramm weniger CO2-Emissionen

Der Vertrag mit der Trägergesellschaft des Projektes, der „Solar&Spar Contract GmbH & Co. KG Europaschule Köln“, hat eine Laufzeit von 14 Jahren. Anschließend soll die Anlage komplett in das Eigentum der Stadt Köln übergehen. In Kürze sind an der Europaschule zusätzlich wirksame Strom- und Wärmeeinsparverbesserungen geplant und im Keller des Gebäudes soll ein hochmodernes Blockheizkraftwerk eingebaut werden. Durch alle Vorhaben zusammen könnten die für das Klima mitverantwortlichen CO2-Emissionen allein an der Europaschule um jährlich rund 1,5 Millionen Kilogramm gesenkt werden, heißt es in der Pressemitteilung.

25.06.2005   Quelle: Stadt Köln   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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