Neuerscheinung: „Weltmacht Energie“ – Herausforderung für Demokratie und Wohlstand

„Wer die Energie hat, hat die Macht“, ist eine der zentralen Aussagen des neuen Buchs von Peter Hennicke und Michael Müller. Die Autoren analysieren die zentrale Rolle, die die Energie spielt, national und für die Ordnung der Welt.  Peter Hennicke, Präsident des Wuppertal Instituts, und Michael Müller, stellvertretender Vorsitzender der…

„Wer die Energie hat, hat die Macht“, ist eine der zentralen Aussagen des neuen Buchs von Peter Hennicke und Michael Müller. Die Autoren analysieren die zentrale Rolle, die die Energie spielt, national und für die Ordnung der Welt.
 
Peter Hennicke, Präsident des Wuppertal Instituts, und Michael Müller, stellvertretender Vorsitzender der SPD-Bundestagsfraktion, zeigen, wie die Energieversorgung in Zukunft aussehen kann. Eine Energiepolitik nach dem Motto „Business as usual“ werde in der immer schneller zusammenwachsenden Welt unfriedlich enden, warnen die Autoren.

Energie muss dauerhaft und gerecht verteilt werden

Der Appetit der größten Verbraucher wachse ungezügelt weiter, neue, in ihrem Verbrauch schnell wachsende Länder wie China oder Indien kämen dazu, so Hennicke und Müller. Alle wollten billige Energie im angeblich freien, tatsächlich aber hoch monopolisierten Wettbewerb. Doch ohne ein Umsteuern sei ein hoher Preis fällig: Gigantische Energie-Multis, die Gefahr großer Umweltkatastrophen, riskante Stromausfälle, neue atomare Bedrohungen und explosive Kriege um knapper werdendes Öl und Erdgas. Die Zeit dränge und auch ein entfesselter Energiemarkt helfe nicht weiter. Die Energieversorgung sei ein öffentliches Gut, das dauerhaft allen und gerecht verteilt zur Verfügung stehen müsse. Deshalb brauche die Lösung der Energiefrage den gestaltenden Staat, eine engagierte Zivilgesellschaft, kreative Ingenieure, qualifizierte Arbeitnehmer und verantwortungsbewusste Energiemanager, um die drei Zukunftssäulen Energiesparen, Effizienzsteigern und Erneuerbare Energien aufzubauen.

Wege aus der Misere

Deutschland könne dabei eine Vorreiterrolle übernehmen. „Wir stehen vor der Herausforderung, wie wir die Weltmacht Energie einsetzen wollen: für Frieden und Wohlstand im Zeichen der Demokratie, oder für eine zunehmende Zerstörung der Welt. Dieses Buch zeigt, dass es Wege aus der Misere gibt. Entscheidend ist, die Weltmacht Energie zu demokratisieren. Dann können alle von ihr profitieren“, heißt es in der Ankündigung der Neuerscheinung.

Bibliographische Angaben: Peter Hennicke und Michael Müller: Weltmacht Energie: Herausforderung für Demokratie und Wohlstand. Mit einem Vorwort von Klaus Töpfer. Stuttgart: S. Hirzel Verlag 2005. Kartoniert, 260 S.; 29,00 Euro (D); ISBN 3-7776-1319-3.

27.06.2005   Quelle: Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie GmbH   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen