Öko-Institut zieht in das Sonnenschiff ein

Das Öko-Institut e.V. zieht am 14. und 15. Juli mit seiner Geschäftsstelle in das so genannte Sonnenschiff an der Merzhauser Straße 173 in Freiburg. Die neuen ökologischen Büroräume befinden sich im Kopfbau des hoch energieeffizienten Gewerbebaus in Plusenergie-Bauweise, so das Öko-Institut in einer Pressemitteilung. „Unsere Vision von einem ökologischen Büro…

Das Öko-Institut e.V. zieht am 14. und 15. Juli mit seiner Geschäftsstelle in das so genannte Sonnenschiff an der Merzhauser Straße 173 in Freiburg. Die neuen ökologischen Büroräume befinden sich im Kopfbau des hoch energieeffizienten Gewerbebaus in Plusenergie-Bauweise, so das Öko-Institut in einer Pressemitteilung. „Unsere Vision von einem ökologischen Büro haben wir damit verwirklicht. Wir leben die Energiewende“, sagt Dr. Rainer Grießhammer, stellvertretender Geschäftsführer des Öko-Instituts.   Der Umzug sei notwendig geworden, weil die bisherigen Büroräume für das Institut zu klein geworden seien. Die 45 Mitarbeiter der Freiburger Geschäftsstelle würden nun insgesamt 860 Quadratmeter über fünf Stockwerke in dem neuen Büro nutzen. Drei der fünf Etagen habe die institutsnahe Stiftung Zukunftserbe erworben, eine das Öko-Institut. Die fünfte Etage miete das Öko-Institut von der Solarsiedlung an, die Stiftung Zukunftserbe habe für diese Etage eine Kaufoption.

Mitglieder finanzieren neue Büros mit Spenden und Darlehen

Den Kaufpreis von insgesamt zwei Millionen Euro für vier Stockwerke erbrachten Institut und Stiftung mit zinsgünstigen Darlehen der Öko-Instituts-Mitglieder und mit Spenden. Rund 500 Mitglieder hätten sich an der Aktion beteiligt. Insgesamt spendeten sie über 100.000 Euro und gewährten 750.000 Euro zinsgünstige Darlehen. Auch Nichtmitglieder unterstützten das Vorhaben großzügig, darunter die Geschwister Marli Hoppe-Ritter und Alfred Ritter mit einer Großspende in Höhe von 255.000 Euro. Hinzugekommen seien Zuschüsse aus dem Innovationsfond Klima- und Wasserschutz des regionalen Energieversorgers Badenova (250.000 Euro) und der baden-württembergischen Klima- und Energieagentur (37.000 Euro).

Solares Dienstleistungszentrum in Plusenergie-Bauweise

20 Millionen Euro hat der Bauträger, die Solarsiedlung GmbH unter Regie des Solararchitekten Rolf Disch, laut Öko-Institut in das Sonnenschiff insgesamt investiert. Es werde das weltweit erste solare Dienstleistungszentrum in Plusenergie-Bauweise. Besondere Dämm-, Verglasungs- und Lüftungstechniken mit Wärmerückgewinnung senkten den Verbrauch an Energie zum Beheizen, Belüften, Kühlen und Beleuchten des Gebäudes auf ein Minimum. So reduziere sich ein zusätzliches Heizen im Winter auf ein Zehntel des Bedarfs eines konventionellen Bürogebäudes. Durch die Verwendung natürlicher, nachwachsender und recycelbarer Baustoffe und durch die natürlich klimatisierten Räume herrscht ein gesundes Raumklima, die Innenräume werden nicht belastet. Die Energie für Heizung, Warmwasserbereitung und Stromversorgung des Sonnenschiffs wird aus dem nahegelegenen Holz-Hackschnitzel-Heizkraftwerk der Badenova und aus der Produktion und Einspeisung von Sonnenstrom stammen, der an dem Gebäude selbst gewonnen wird. Auf den Dächern und an der Solarfassade des Sonnenschiffs entstehen 1.500 Quadratmeter Fläche an Photovoltaik. Nach Fertigstellung des Sonnenschiffes, so Rolf Disch, werde in der Solarsiedlung mit insgesamt 460 Kilowatt Spitzenleistung (kWp) das größte Solarkraftwerk in der Region Freiburg installiert sein.
Weitere Informationen unter www.oeko.de/suche.htm, Stichwortsuche „Sonnenschiff“

13.07.2005   Quelle:   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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