„Globales Dorf“ beim Weltjugendtag eröffnet – DBU unterstützt Initiative mit 106.000 Euro

„Besonders wichtig ist uns das Engagement junger Menschen, denn es geht um ihre Zukunft. Wenn wir auch zukünftigen Generationen ermöglichen wollen, unter guten Umweltbedingungen zu leben, müssen wir neue Wege in der Energieversorgung gehen. Das haben die Jugendlichen in Deutschland besser erkannt als manche Erwachsene.“ Mit diesen Worten würdigte anlässlich der Eröffnung des „globalen Dorfes“ […]

„Besonders wichtig ist uns das Engagement junger Menschen, denn es geht um ihre Zukunft. Wenn wir auch zukünftigen Generationen ermöglichen wollen, unter guten Umweltbedingungen zu leben, müssen wir neue Wege in der Energieversorgung gehen. Das haben die Jugendlichen in Deutschland besser erkannt als manche Erwachsene.“ Mit diesen Worten würdigte anlässlich der Eröffnung des „globalen Dorfes“ beim XX. Weltjugendtag in Bonn Franz-Georg Elpers, Pressesprecher der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU, Osnabrück), das Engagement der Katholischen Landjugend-Bewegung (KLJB).  Unter dem Motto „Erneuerbare Energien für eine gerechte und zukunftsfähige Welt“ setzt sich der 70.000 Mitglieder zählende Verband für die konsequente Nutzung erneuerbarer Energien ein. Die DBU unterstützt die Errichtung des „globalen Dorfes“ mit 106.000 Euro.

Ökologisch tragfähige Zukunft auch existenzielle Frage für die Kirche

Elpers wies darauf hin, dass die DBU die Kirchen in Deutschland massiv unterstützt habe, im Umweltschutz unter dem Aspekt der Bewahrung der Schöpfung aktiv werden zu können. Über 1.000 Projekte mit fast 72 Millionen Euro habe die größte Umweltstiftung der Welt seit Aufnahme ihrer Fördertätigkeit 1991 hier gefördert. Hätten doch auch die deutschen Bischöfe betont, das Handeln für eine ökologisch tragfähige Zukunft, das auch den künftigen Generationen menschenwürdige Lebensbedingungen zu sichern suche, „ist für die Kirche kein Randthema, sondern im Sinne einer umfassenden ökologisch orientierten Pastoral ein integraler Bestandteil ihrer Heilssendung. Es geht um existenzielle Fragen für den Menschen und damit auch für die Kirche.“

Zügiger Ausbau der Erneuerbaren volkswirtschaftliches Gebot ersten Ranges

Von Anfang an hätten die erneuerbaren Energien im Blickpunkt der Stiftungsarbeit gestanden, so Elpers weiter. Die DBU habe bisher in fast 1.300 Projekte knapp 83 Millionen Euro investiert. Der zügige Ausbau erneuerbarer Energien sei angesichts der weltweiten Verknappung fossiler Energiereserven und der wachsenden deutschen Energieimportabhängigkeit ein volkswirtschaftliches Erfordernis ersten Ranges. Deutschland habe sich zu einem internationalen Technologieführer bei den erneuerbaren Energien entwickelt. Über 100.000 industrielle Arbeitsplätze seien seit 2000 mit jährlichen Zuwachsraten von 30 Prozent entstanden – gegen alle sonstigen Trends in anderen Wirtschaftsfeldern.

Klimaschutz und Erneuerbare Energien im „global village“

Diese Tatsachen, diese Zeichen der Zeit habe die KLJB erkannt und aus ihrem christlichen Selbstverständnis für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Umwelt in originelle Projekte vorbildlich umgesetzt. Das „globale Dorf“ biete angesichts des Weltjugendtages die einmalige Gelegenheit, diese wichtigen umweltpädagogischen Vorstellungen hunderttausenden jungen Menschen näher zu bringen. Das „global village“ ist das Begegnungszentrum der KLJB beim Weltjugendtag. Im Mittelpunkt stehen die Themen Bewahrung der Schöpfung, Klimaschutz und Erneuerbare Energien. Im Zentrum des globalen Ökodorfes steht eine mit Solaranlagen bestückte große Holzkirche. Bühnenprogramm, Zelte für Arbeitsgruppen, Biergarten, Podiumsdiskussionen und Gottesdienste laden zum Mitmachen ein.

16.08.2005   Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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