Universität Duisburg-Essen: Neues Graduiertenkolleg zu Photovoltaik und Optoelektronik

Die Universität Duisburg-Essen wird auf Beschluss der Deutschen Forschungsgemeinschaft eines von 26 neuen Graduiertenkollegs einrichten können, in denen besonders qualifizierte Doktoranden gefördert werden. Das Graduiertenkolleg „Nanotronics“ wird sich mit Photovoltaik und Optoelektronik aus Nanopartikeln befassen, so die Universität Duisburg-Essen in einer Pressemitteilung.  Sprecher des Graduiertenkollegs mit acht Teilprojekten aus der Physik, der Elektrotechnik und dem […]

Die Universität Duisburg-Essen wird auf Beschluss der Deutschen Forschungsgemeinschaft eines von 26 neuen Graduiertenkollegs einrichten können, in denen besonders qualifizierte Doktoranden gefördert werden. Das Graduiertenkolleg „Nanotronics“ wird sich mit Photovoltaik und Optoelektronik aus Nanopartikeln befassen, so die Universität Duisburg-Essen in einer Pressemitteilung.
  Sprecher des Graduiertenkollegs mit acht Teilprojekten aus der Physik, der Elektrotechnik und dem Maschinenbau ist Prof. Dr. Markus Winterer von der Fakultät für Ingenieurwissenschaften. In Graduiertenkollegs arbeiten Gruppen von höchstens 25 Teilnehmern in einem meist interdisziplinären Forschungs- und Studienprogramm unter der Anleitung von Professoren zusammen, die in Forschung und Lehre besonders ausgewiesen sind. Der zuständige DFG-Bewilligungsausschuss wählte die neuen Kollegs aus 52 positiv begutachteten Anträgen aus. Insgesamt lagen der DFG 205 Neuanträge vor.

Auf dem Weg zu Solarzellen „von der Rolle“

Die Forschungsaktivitäten im neuen Graduiertenkolleg seien fokussiert auf das zukunftsweisende Thema Nanotronics mit den Schwerpunkten „Umwandlung von elektrischer Energie in Licht“ und „Umwandlung von Licht in elektrische Energie“. Ziel sei, optoelektronische und photovoltaische Bauelemente nicht wie herkömmlich aus Halbleitereinkristallen aufzubauen, sondern zu Systemen aus Nanopartikeln überzugehen. Dies eröffne den Weg zu einer druckbaren Optoelektronik und Photovoltaik „von der Rolle“. Als optisch aktive Materialien sollen nanoskalige Partikel und deren Derivate entwickelt und eingesetzt werden.

Die enge Zusammenarbeit von Theorie, Präparation, Charakterisierung, Analyse und Bauelemententwicklung an Hochschule und Industrie bilde eine neue Qualität der Graduierten-Ausbildung, betont die Universität. Sie stelle auch ein neuartiges Konzept für den Transfer wissenschaftlicher Erkenntnis in neue Produkte dar. Innovativ am hier verfolgten Ansatz sei die enge Vernetzung von Wissenschaft und Industrie in Forschung und Ausbildung in einem Graduiertenkolleg unter Einbindung aller relevanten Disziplinen. Im Rahmen eines bis zu dreimonatigen Aufenthalts im Science-to-Business-Center der Degussa AG sollen die Promovierenden ihre Forschungsergebnisse in die Praxis umsetzen.

Weitere Informationen:
http://www.uni-duisburg-essen.de/ivg/nano/grk1240.shtml
http://www.dfg.de/aktuelles_presse/pressemitteilungen/2005/presse_2005_84.html

27.12.2005   Quelle: Universität Duisburg Essen   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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