Österreich: Solarwärmebranche sieht Wachstumsperspektive durch EU-Richtlinie

Führende Vertreter der österreichischen Solarwirtschaft diskutierten im Dezember 2005 in Brüssel mit Abgeordneten des Europaparlaments über die geplante EU-Richtlinie für das Heizen und Kühlen mit erneuerbaren Energien. Die Repräsentanten der Unternehmen und Verbände waren sich mit den Parlamentariern einig, dass nur die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien eine langfristig stabile und kostengünstige Energieversorgung sichere. Für Österreich […]

Führende Vertreter der österreichischen Solarwirtschaft diskutierten im Dezember 2005 in Brüssel mit Abgeordneten des Europaparlaments über die geplante EU-Richtlinie für das Heizen und Kühlen mit erneuerbaren Energien. Die Repräsentanten der Unternehmen und Verbände waren sich mit den Parlamentariern einig, dass nur die verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien eine langfristig stabile und kostengünstige Energieversorgung sichere. Für Österreich als Exportland Nr. 1 bei Solartechnik in Europa eröffne diese Perspektive ungeahnte Wachstumschancen.  Bereits heute stamme jeder vierte in der EU montierte Kollektor aus österreichischer Produktion, betont der Verband Austria Solar in einer Pressemitteilung. „Die Ökowärmerichtlinie ist ein wesentlicher Baustein zur Erreichung des Zieles, 12 Prozent der gesamten Energieversorgung in der EU bis 2010 mit erneuerbaren Energien zu decken“, betonte Mechthild Rothe, EU-Abgeordnete und Initiatorin des Richtlinienvorschlags.

Solarwärme bald unter den 20 wichtigsten Industriezweigen Österreichs ?

Der Richtlinienvorschlag sieht vor, dass im Jahr 2020 bereits ein Viertel des Energiebedarfes für das Heizen und Kühlen in der EU aus Sonne, Biomasse und Erdwärme gedeckt wird. Die Energieausgaben würden dabei nach heutigen Preisen um umgerechnet rund 100 Milliarden Euro sinken, so der Verband Austria Solar. Zugleich würden tausende neue Arbeitsplätze geschaffen. Die erneuerbaren Energien zählen bereits heute zu den neuen Wachstumsmotoren in Europa, mit jährlich zweistelligem Zuwachs an Arbeitsplätzen in einzelnen Ländern. „Dabei stehen wir erst am Anfang der kommenden Energiewende,“ sagte Gerhard Rabensteiner, Vizepräsident des europäischen Solarindustrieverbandes ESTIF. Gelinge es Österreich, seinen Marktanteil zu halten, könnten bis 2010 mehr als 3.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der Solarthermie-Branche geschaffen werden. „Damit würde die Solarwärmebranche zu den 20 wichtigsten Industriezweigen unseres Landes zählen“, meint Roger Hackstock, Geschäftsführer des Verbandes Austria Solar.

01.01.2006   Quelle: Austria Solar   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

Schließen