Baden-Württemberg: Wirtschaftsminister plädiert für Erneuerbare – und Kernkraftwerke

Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) hat anlässlich der Diskussion um die russischen Erdgaslieferungen private Bauherren, Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften im Südwesten dazu aufgerufen, bei Neubauten und Heizungserneuerungen verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen: „Wir müssen die Abhängigkeit von fossilen Energien kontinuierlich verringern. Die technischen Möglichkeiten sind vorhanden. Die Angebotspalette reicht von der Wärmepumpe über Solaranlagen bis […]

Baden-Württembergs Wirtschaftsminister Ernst Pfister (FDP) hat anlässlich der Diskussion um die russischen Erdgaslieferungen private Bauherren, Kommunen und Wohnungsbaugesellschaften im Südwesten dazu aufgerufen, bei Neubauten und Heizungserneuerungen verstärkt auf erneuerbare Energien zu setzen: „Wir müssen die Abhängigkeit von fossilen Energien kontinuierlich verringern. Die technischen Möglichkeiten sind vorhanden. Die Angebotspalette reicht von der Wärmepumpe über Solaranlagen bis hin zur Holzpelletsheizung“, so Pfister.  Den größten Beitrag zur Reduktion des Energieverbrauchs und damit zur Kostensenkung könne schließlich das Einsparen von Energie liefern, so der baden-württembergische Wirtschaftsminister. Potenziale eröffneten besondere die älteren Gebäude, die sehr häufig noch ungedämmte, dünne Mauern mit hoher Wärmedurchlässigkeit besitzen. Das Aufbringen eines Wärmedämmverbundsystems, das Einsetzen neuer Fenster und andere Maßnahmen zur Verringerung der Wärmeverluste könnten eine Reduktion des Heizenergieverbrauchs um mehr als 50 Prozent bewirken.

Kernkraft-Gewinne in die Förderung erneuerbarer Energien investieren

Gleichzeitig plädierte Pfister erneut für eine längere Laufzeit der deutschen Kernkraftwerke. „Wir brauchen die Kernkraft noch über Jahrzehnte als unverzichtbaren Bestandteil eines modernen und klimafreundlichen Energiemixes. Dabei ist es mein Ziel, dass der Anteil fossiler Energieträger und der Kernkraft tendenziell abnimmt und der Anteil der erneuerbaren Energieträger zunimmt“, heißt es in der Pressemitteilung. Dies könne am besten dadurch erreicht werden, dass ein Teil des wirtschaftlichen Gewinns, der durch eine Laufzeitverlängerung der Kernkraftwerke entsteht, in die Förderung erneuerbarer Energien investiert werde.

04.01.2006   Quelle: www.fdp-bw.de/portal/Ernst_Pfister/   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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