DGS-Vortrag in München: Versorgungssicherheit mit Sonne und Holz

Die Entwicklungen auf dem weltweiten Rohstoffmarkt haben das Vertrauen der Verbraucher in die Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit von fossilen Brennstoffen erschüttert. Alternativen zu Öl, Gas, Kohle und Uran sind gefragt. Die Nutzung erneuerbarer Energien ist eine Möglichkeit, sich von den knapper werdenden Energieträgern unabhängig zu machen, so das Sonnenhaus-Institut e.V. in einer Pressemitteilung. Am Montag, 3. […]

Die Entwicklungen auf dem weltweiten Rohstoffmarkt haben das Vertrauen der Verbraucher in die Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit von fossilen Brennstoffen erschüttert. Alternativen zu Öl, Gas, Kohle und Uran sind gefragt. Die Nutzung erneuerbarer Energien ist eine Möglichkeit, sich von den knapper werdenden Energieträgern unabhängig zu machen, so das Sonnenhaus-Institut e.V. in einer Pressemitteilung. Am Montag, 3. April, referiert um 19.00 Uhr der Straubinger Dipl.-Ingenieur und Architekt Georg Dasch auf Einladung der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS) an der Fachhochschule München zum Thema „Versorgungssicherheit mit Sonne und Holz“. Dabei geht Dasch, der auch 1. Vorsitzender des Sonnenhaus-Instituts e.V. ist, besonders auf die Energieversorgung im Wohnungswesen ein.
 
Rund 30 Prozent des gesamten Endenergiebedarfs in Deutschland entfallen auf Privathaushalte. Etwa 78 Prozent hiervon verbrauchen die Bundesbürger für die Raumheizung, weitere 14 Prozent für die Warmwasserbereitung. Wie diese Energien langfristig ohne Öl, Gas, Kohle und Atomstrom zur Verfügung gestellt werden erläutert Dasch am Beispiel des Sonnenhaus-Konzepts.

Sonne kombiniert mit Pellets, Scheitholz oder Hackgut

Dasch berichtet über ein Bau- und Heizkonzept, das ausschließlich auf Sonne und Holz basiert. Mindestens 50 Prozent des Energiebedarfs für Heizung und Warmwasser werden bei den so genannten Sonnenhäusern solar gedeckt, der Restbedarf CO2-neutral durch Pellets, Scheitholz oder Hackgut. Das Ziel ist eine größtmögliche Senkung des Primärenergiebedarfs verbunden mit einem hohen Wohnkomfort für die Bewohner. In der Energieeinsparverordnung (EnEV) hat der Gesetzgeber das Maximum bei 100 bis 120 Kilowattstunden je Quadratmeter im Jahr (kWh/m² a) festgelegt. Sonnenhäuser unterschreiten diese Grenze um den Faktor 10. Ihr Primärenergiebedarf liegt bei durchschnittlich 10 kWh/m² a.

Verzicht auf elektrische Wärmepumpe und Nachheizung mit Strom

Um diesen extrem niedrigen Wert zu erreichen, achten Dasch und seine Partner darauf, dass auch der Strombedarf in dem Haus so niedrig wie möglich ist. Hierfür verzichten sie zum Beispiel auf eine elektrisch betriebene Wärmepumpe, die beim Sonnenhaus nicht erforderlich ist, oder die Nachheizung mit einem Elektroheizstab. Neben der Unabhängigkeit und Versorgungssicherheit beim Heizen profitieren die Bewohner von der hohen baubiologischen Qualität durch natürliche Materialien.

Der Vortrag richtet sich an interessierte Hausbesitzer und Bauherren sowie Fachleute wie Architekten und Planer. Der Eintritt ist frei. Veranstaltungsort ist die Fachhochschule München, Lothstraße 64, Gebäude R, Raum R1.046. Nähere Informationen gibt es im Internet unter www.sonnenhaus-institut.de oder telefonisch unter 0700 / 70 10 90 10 (12 Cent/Min.).

02.04.2006   Quelle: Sonnenhaus-Institut e.V., (openPR)   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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