Hessische SPD-Vorsitzende fordert Klimaschutz und Atomausstieg durch Mobilisierung erneuerbarer Energien“

Die Vorsitzende der hessischen SPD, Andrea Ypsilanti, stellt sich hinter die Forderung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) zur Einführung eines „Industriekabinetts“ der Bundesregierung mit dem strategischen Ziel einer „ökologischen Industriepolitik“. Gabriel müsse allerdings deutlicher darauf hinweisen, dass diese Wende in der Industriepolitik für Arbeit, Klimaschutz und Atomausstieg nur mit dem zügigen Ausbau erneuerbarer Energien möglich […]

Die Vorsitzende der hessischen SPD, Andrea Ypsilanti, stellt sich hinter die Forderung von Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) zur Einführung eines „Industriekabinetts“ der Bundesregierung mit dem strategischen Ziel einer „ökologischen Industriepolitik“. Gabriel müsse allerdings deutlicher darauf hinweisen, dass diese Wende in der Industriepolitik für Arbeit, Klimaschutz und Atomausstieg nur mit dem zügigen Ausbau erneuerbarer Energien möglich sei, betont Ypsilanti in einer Pressemitteilung. Das im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegte 20 %-Ausbauziel bis 2020 müsse mindestens auf 30 % hochgeschraubt werden.   „Bei den erneuerbaren Energien liegen die Arbeitsplatzpotenziale durch heimische Wertschöpfung, hier liegt der Schatz für die Bekämpfung des Klimawandels und hier liegt der Schlüssel für ein Leben ohne das Risiko der Atomenergie“, so Ypsilanti.

Konsequent gegen Neubau von großen Kohle- und Gaskraftwerken

„Wir sind konsequent gegen neue Großkraftwerke auf Kohle- und Gasbasis als Ersatz für die Atomenergie, weil ansonsten das im „Stern-Review“ des Chefökonomen der britischen Regierung angekündigte ökonomische und menschliche Desaster des Klimawandels erst recht über uns hereinbricht“, sagt Ypsilanti. Die Landesvorsitzende verweist auf die aktuelle Energie-Studie von Dr. Hermann Scheer für Hessen, in der nachgewiesen wird, dass der hessische Atomausstieg bis 2012 allein durch den Ausbau erneuerbarer Energien zu schaffen ist – „klimaneutral bei Schaffung von 40.000 neuen Arbeitsplätzen“.

„Die neuesten Ergebnisse der INCLIM-Studie zeigen, dass der Klimawandel auch in Hessen heftige ökonomische Verwerfungen bringen wird“, warnt Ypsilanti. „Die Landesregierung versagt bei dieser Herausforderung auf ganzer Linie – sowohl bei dem stockenden Wachstum erneuerbarer Energien als auch bei der Steigerung der Energieeffizienz, z.B. durch die Kraft-Wärme-Kopplung“, so Ypsilanti weiter. Die aktuelle Neuauflage der SCHEER-STUDIE für die hessische SPD können Sie im Internet herunterladen (diesmal mit einer konkreten Projektion für den Ausbau erneuerbarer Energien in Hessen – Landkreis für Landkreis, Gemeinde für Gemeinde):

„NEUE ENERGIE FÜR EIN ATOMSTROMFREIES HESSEN“; Grundlinien eines Landesenergieprogramms für Hessen (44 S., PDF) ist Thema des Solar-Reports November 2006 auf dem Solarserver. Sie wurde erarbeitet für den SPD-Landesverband Hessen von Dr. rer. pol. Dr. h.c. Hermann Scheer unter Mitarbeit von Rechtsanwalt Fabio Longo, Wissenschaftlicher Mitarbeiter Heiko Stubner und Prof. Dr.-Ing. Klaus Traube.

Die Studie im Internet:
http://www.spd-hessen.de/db/docs/doc_11925_20061031133222.pdf

03.11.2006   Quelle: SPD-Landesverband Hessen   Solarserver.de   © EEM Energy & Environment Media GmbH

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