Ford präsentiert Bio-Ethanol-Fahrzeug auf Grüner Woche in Berlin

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Auf der „Internationalen Grünen Woche“ (IGW) vom 19. bis 28. Januar präsentiert Ford in Berlin ein „kraftstoff-flexibles“Auto, das besonders umweltfreundlich sein soll. Der Ford Focus C-MAX flexifuel kann außer Superbenzin auch Bio-Ethanol (Alkohol) sowie Bio-Ethanol/Superbenzin-Mischungen tanken, heißt es in einer Presseerklärung des Unternehmens. Bio-Ethanol lässt sich aus heimischen zucker- und stärkehaltigen Pflanzen gewinnen, zum Beispiel aus Getreide, Zuckerrüben oder auch aus Zellulose – und damit aus nachwachsenden Rohstoffen. Daher liegt der hauptsächliche Vorteil der Bio-Ethanol-Fahrzeuge in der Unabhängigkeit von fossilen Energiequellen. Außerdem ist die Verbrennung von Bio-Ethanol – anders als bei Kraftstoffen auf Mineralölbasis – im Idealfall CO2-neutral, da Bio-Ethanol Teil eines geschlossenen CO2-Kreislaufs ist.
Das Ford-Fahrzeug wird im Rahmen der IGW-Sonderschau „BerlinEnergy 2007“ in Halle 4.2 vorgestellt, und zwar auf dem Gemeinschaftsstand des Verbandes „Landwirtschaftliche Biokraftstoffe“ (LAB), der „Union zur Förderung von Öl- und Proteinpflanzen“ (UFOP) und des „Verbandes der Deutschen Biokraftstoffindustrie“ (VDB).

Hessisches Pilotprojekt „Mobil mit Bio- Ethanol“
In Schweden verkauft Ford seit dem Jahr 2001 Bio-Ethanol-Fahrzeuge und war damit dort laut eigenen Angaben der erste Anbieter. Inzwischen habe Ford in Schweden mehr als 24.000 entsprechende Fahrzeuge abgesetzt. In Deutschland habe das Unternehmen im Jahr 2006 mehr als 1.000 Bio-Ethanol-Fahrzeuge verkauft. Es handele sich dabei um die Modelle Ford Focus flexifuel und Ford Focus C-MAX flexifuel – beide mit einem 1,8-Liter-16 V-Motor (92 kW/125 PS). Der Mehrpreis für die flexifuel-Technologie betrage jeweils 300 Euro. Beim Kauf eines neuen Bio-Ethanol-Autos und dem Abschluss einer „Ford Auto-Versicherung“ bietet der Automobilhersteller Privatkunden und gewerblichen Kunden einen Versicherungsrabatt von zehn Prozent an. Im November 2006 übergab Ford dem hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch die ersten 32 von insgesamt 42 flexifuel-Fahrzeugen. Die Autos sollen im Rahmen des hessischen Pilotprojekts „Mobil mit Bio- Ethanol“ in ganz Hessen zum Einsatz kommen.

Bundesweit bereits 100 Bio-Ethanol-Tankstellen
Ende 2005 eröffnete das Ford-Autohaus Kreissl in Bad Homburg (Hessen) die erste öffentliche Bio-Ethanol-Tankstelle Deutschlands. Mittlerweile gibt es bundesweit bereits rund 100 öffentliche Tankstellen für diesen Kraftstoff. Sie gehören meist Unternehmen, die im Bundesverband Freier Tankstellen und Unabhängiger Deutscher Mineralölhändler (bft) organisiert sind oder der AVIA-Gruppe angehören. Im Juli 2006 eröffnete Ford auf dem Werksgelände in Köln-Niehl eine eigene Bio-Ethanol-Tankstelle für die Versorgung der Firmenfahrzeuge.

13.01.2007 | Quelle: Ford Werke GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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