Photovoltaik-Dach am Golfplatz Fürth liefert Solarstrom für rund 250 Haushalte

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Auf dem Solardach eines Gebäudes am Golfplatz in Fürth-Atzenhof sind Solarmodule mit einer Gesamtfläche von knapp 10.000 Quadratmetern installiert, die zusammen eine Spitzenleistung von 1,017 Megawatt (MWp) haben. Fürths Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung stellte das neue Photovoltaik-Dach am 9. Januar 2007 der Öffentlichkeit vor. Das Holzgebäude mit dem integrierten Dach aus Solarmodulen steht an der Südseite des Golfparks am ehemaligen Flugplatz Fürth-Atzenhof. Schon seit dem 22. Dezember 2006 fließt der Ökostrom aus dem Solardach in das Netz des örtlichen Energieversorgers infra GmbH.
„Die auf dem Dach eingefangene Energiemenge des Solardachs wird ausreichen, um mehr als 250 Haushalte umweltfreundlich mit Strom zu versorgen. Und das für mindestens 20 Jahre, denn so lange garantiert das bundesdeutsche ‚Erneuerbare-Energien-Gesetz‘ (EEG) die Einspeisevergütung für jede Kilowattstunde Solarstrom“, sagte Oberbürgermeister Dr. Jung. „Sunline-Vorstand Wolfgang Wismeth ist sichtlich „stolz auf unsere Mannschaft, der es gelang, das Projekt in gerade mal vier Wochen in sehr kurzer Zeit durchzuziehen.“ So hätten eigene Zimmerleute die Holz-Unterkonstruktion gebaut. Mit den Fürther Behörden und der Bundesvermögensverwaltung sei gut zusammengearbeitet worden: Die Baugenehmigung wurde laut Wismeth zügig erteilt, die Bauphase wohlwollend begleitet.

Auch für Peter M. Endres, Vorstandsvorsitzender der KarstadtQuelle-Versicherungen AG (KQV), ist der Golfpark eine „Referenz in Sachen Schnelligkeit“. Das Golfpark-Megawatt-Projekt ist Teil des „WNE-Solarparks Süddeutschland“, des mit einer Spitzenleistung von insgesamt 5.000 Kilowatt (kWp) laut Sunline AG größten Solarparks Europas auf verteilten Dächern. Auftraggeber und Großinvestor sind die KarstadtQuelle-Versicherungen. „Mit der 1.017-Kilowatt-PV-Anlage ist der 5 MWp große Solarpark nun fertiggestellt“, so die Vorstände Wolfgang Wismeth (Sunline) und Dr. Randolf von Estorff (KQV) über die erfolgreiche Solar-Kooperation. Dr. Clemens Bloß, Geschäftsführer der Welivit New Energy GmbH Fürth, freut sich besonders, dass die Anlage noch kurz vor Weihnachten komplett an das Netz angeschlossen wurde: Welivit, ein Tochterunternehmen der KQV, betreibt die Anlage über den WNE Solarfonds Süddeutschland 2 GmbH & Co KG.

Beispielhaftes PV-Testgebäude
Im neuen Solargebäude am Golfplatz werde sein Unternehmen nicht nur große Teile in modularen Lagerboxen aufbewahren, erläutert Wolfgang Wismeth, sondern die installierte PV-Technik auch testen: „Ganz bewusst haben wir in Atzenhof Module und Wechselrichter unterschiedlicher Solarhersteller zu einer Vielzahl kleinerer Photovoltaikanlagen zusammengeschaltet, um Betriebserfahrungen über die Leistungsfähigkeit verschiedener Produkte zu gewinnen“, so Wismeth.

6113 Module, 68 Wechselrichter, eine Trafostation
Drei Solarmodulhersteller aus Europa und Deutschland lieferten 6.113 Module. 68 Wechselrichter aus Österreich und Deutschland wandeln den Solar-Gleichstrom in Wechselstrom für das Netz um. Da die auf dem Gebäudedach erzeugte Solarstrommenge dort nicht sofort verbraucht werden kann, errichtete Sunline eine eigene 1-MW-Trafostation. Diese verbindet die PV-Anlage mit dem Mittelspannungsnetz der infra Fürth GmbH. Das Konzept des Solarparks sei beispielhaft für die Doppelnutzung, betont der Sunline-Vorstand. Gerade mit einer solchen Mehrfachnutzung habe Sunline Erfahrung: „Im oberpfälzischen Hohenburg haben wir Bunker zu Solarkraftwerken umfunktioniert. In Würzburg ist ein ehemaliger Militärstandort zu einer friedlichen Solarstrom-Oase geworden, von deren Dach sauberer Sonnenstrom fließt“, so Wismeth.

15.01.2007 | Quelle: Sunline AG, Fürth | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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