Aktion zum Klimaschutz in Berliner Gastronomie gestartet

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Eine auf die Gastronomie- und Tourismusbranche zugeschnittene Klimaschutzkampagne, genannt „Prost Klima!“ wurde am 19. Januar 2007 im Kreuzberger „Kaffee am Meer“ vorgestellt. Dafür verantwortlich zeichnet die Gröschel Geheeb Responsible Branding GmbH, die Energiekonzepte für das Gaststättengewerbe- und für Touristikunternehmen erstellt. Ziel der Aktion ist, zunächst den CO2-Ausstoß in der Bundeshauptstadt zu senken. Laut Gröschel Geheeb könnten allein in der Berliner Gastronomie jährlich etwa 43 Millionen Kilowattstunden Energie eingespart werden. Das seien pro Jahr etwa 21.500 Tonnen CO2 Emissionen weniger, heißt es in der Pressemitteilung.
Zum Vergleich: Ein Einfamilienhaus mit 120 Quadratmetern Wohnfläche verursache jährlich 4,2 Tonnen CO2. Setze sich die Idee durch, sollen künftig vor Berliner Kneipen keine Heizstrahler mehr stehen. Stattdessen sollen die Gäste wärmende Filzdecken erhalten, die mit bedruckten Einnähern auf der Rückseite Informationen über die Klimaschutz-Aktion liefern.

Politiker von SPD und Grünen begrüßen das Vorhaben
Dr. Franz Schulz (Bündnis 90/Die Grünen), Bezirksbürgermeister von Kreuzberg-Friedrichshain, zeigte sich erfreut, dass die Aktion Prost-Klima! im Bezirk Kreuzberg startet, der für Clubs und Kneipen bekannt ist. Dr. Schulz sagte, er hoffe auf eine möglichst schnelle und breite Annahme dieser Kampagne in der Gastro-Szene. Dr. Reinhard Loske (MdB und stellvertretender Fraktionsvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen) hob hervor, dass die Kampagne ohne öffentliche Förderung zustande gekommen sei und betonte, wie wichtig umweltbewusstes Engagement an der Basis sei. Hans-Josef Fell, Mitglied des Bundestags und forschungspolitischer Sprecher der Bundestagsfraktion Bündnis 90/DIE GRÜNEN, sagte, die Kampagne zeige, dass Klimaschutz sehr gut mit dem aktuellen Lebensgefühl und den wirtschaftlichen Rahmenbedingungen vereinbar sei. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Engelbert Wistuba verwies auf den Trend, dass Touristen verstärkt Wert auf umweltgerechte Urlaubsziele legten. Er betonte, eine nachhaltig orientierte Gastronomie- und Tourismusbranche sei nicht nur ein Thema für Berlin.

Gäste sollen für Klimawandel und Energieeffizienz sensibilisiert werden
Die Aktion wendet sich vor allem an die mehr als 11.000 Berliner Unternehmer in Gastronomie und Tourismus. Eine individuelle Energieeffizienzberatung soll dazu beitragen, die CO2 Emissionen nachhaltig zu senken und den Unternehmen erhebliche finanzielle Einsparungen bei den Betriebskosten zu ermöglichen. Die Beratung, die zu gestaffelten Paketpreisen angeboten werde, zahlt sich laut Gröschel Geheeb unmittelbar aus. Ein Restaurant mit 35 Sitzplätzen könne nach einer individuellen Beratung jährlich knapp 5.000 Kilowattstunden Strom im Durchschnitt sparen, was einer Senkung der CO2 Emissionen von etwa 2,9 Tonnen entspreche. Der Betreiber des „Kaffees am Meer“, Tim Schultze, hat seine Heizstrahler bereits in die Abstellkammer verbannt. Allein damit vermeidet er laut Angaben seiner Energieberater jährlich rund 2,7 Tonnen CO2-Emissionen.

27.01.2007 | Quelle: Gröschel Geheeb Responsible Branding GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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