Greenpeace energy: Planung für 10 MW-Bürger-Wasserkraftwerk in Bremen genehmigt

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Für den Bau eines neuen Wasserkraftwerkes am Weserwehr in Bremen-Hemelingen sei die entscheidende Hürde genommen worden, berichtet die GREENPEACE energy eG in einer Pressemitteilung. Mit Datum vom 31.01.2007 verfügte der Senator für Bau, Umwelt und Verkehr (Obere Wasserbehörde) auf Antrag der Weserkraftwerk Bremen GmbH die Planfeststellung zum Neubau einer Wasserkraftanlage mit einer Leistung von 10 Megawatt (MW) und erteilte die zum Betrieb der Anlage an der Staustufe Bremen-Hemelingen erforderliche wasserrechtliche Bewilligung.
Die Weserkraftwerk Bremen GmbH ist ein gemeinsames Tochterunternehmen der bremischen TANDEM ökologische Projektentwicklungsgesellschaft mbH und der Planet energy GmbH aus Hamburg, einem Ableger der GREENPEACE energy eG. Der Planfeststellungsbeschluss beende die rund fünfjährige Planung, so Greenpeace energy.

Hoher Standard zum Schutz der Fische
Die Planung habe vor zwei großen Herausforderungen gestanden: Zum einen die bautechnisch anspruchsvolle Aufgabe, direkt am Fluss und in direkter Nachbarschaft zur Wehranlage ein Konzept für eine ganzjährig sichere Baumaßnahme zu entwickeln, die den Bestand und den Betrieb des Wehres nicht beeinträchtigt. Zum anderen die maschinentechnisch ungewöhnliche Aufgabe, die Kraftwerkstechnik optimal auf die durch Ebbe und Flut bedingten Wasserspiegel- und damit Leistungsschwankungen auszurichten. Über allen Planungsanforderungen habe jedoch von Anfang an der Anspruch gestanden, einen möglichst hohen Standard für den Schutz der Fische zu verwirklichen.

Wesentlicher Baustein für die Klimaschutzstrategie des Landes Bremen
„Wir freuen uns, dass die Genehmigungsbehörde alle Anforderungen in den vorgelegten Planungen erfüllt sieht“, sagt Dietrich Heck, Geschäftsführer der Weserkraftwerk Bremen GmbH. „Damit ist der Weg frei für den Bau des Kraftwerkes, welches ein wesentlicher Baustein für die Klimaschutzstrategie des Landes Bremen sein wird“, so Heck weiter. In den kommenden Monaten soll nun die Ausführungsplanung für den Bau erstellt werden. Danach erfolgen die Ausschreibung und die Vergabe an die ausführenden Unternehmen. Parallel würden die Voraussetzungen geschaffen, um eine maßgebliche finanzielle Beteiligung interessierter Bürger am Kraftwerk und seinem wirtschaftlichen Erfolg zu ermöglichen, so Greenpeace energy.

Interessierte Bürger sollen sich an dem 28 Millionen-Projekt beteiligen
Die Gesamtinvestition werde nach dem heutigen Stand der Planung rund 28 Millionen Euro betragen. Davon soll mindestens ein Drittel als Eigenkapital von Bürgern gezeichnet und eingebracht werden. „Ein Beteiligungsangebot auf der Grundlage eines Beteiligungsprospektes wollen wir nach Erhalt belastbarer Daten und Ergebnisse aus den Ausschreibungs- und Bieterverfahren etwa Anfang 2008 auf den Markt bringen“, kündigt Robert Werner, Vorstand der GREENPEACE energy eG, an.

38 Millionen Kilowattstunden; 32.500 Tonnen weniger Kohlendioxid
Nach rund zweijähriger Bauzeit kann das Kraftwerk frühestens Ende 2009 in Betrieb gehen. Es soll rund 38 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr produzieren und damit rund 32.500 Tonnen Kohlendioxid vermeiden. Die Strommenge reiche aus, um den Jahresbedarf von rund 12.500 Haushalten zu decken.
Ausführliche Informationen zum Kraftwerk im Internet unter www.weserkraftwerk-bremen.de

06.02.2007 | Quelle: Greenpeace energy eG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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