EU-Kommission will globale Aktion gegen Klimawandel

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EU-Umweltkommissar Stavros Dimas hat wiederholt zu internationalen Verhandlungen über ein umfassendes neues Übereinkommen zum weltweiten Klimawandel aufgerufen. „Eine Gruppe von Ländern allein wird nicht in der Lage sein, den Klimawandel anzugehen. Wenn es eines Beispiels dafür bedarf, dass wir auf internationaler Ebene gemeinsam tätig werden müssen, dann ist es die Bekämpfung des Klimawandels“, erklärte Dimas. Hintergrund ist der am 02.02.2007 in Paris veröffentlichte Klima-Bericht durch den Zwischenstaatlichen Ausschuss zum Klimawandel (IPCC). Demnach wird die globale Durchschnittstemperatur in diesem Jahrhundert voraussichtlich um 1,8 bis 4,0°C weiter steigen. Selbst die günstigste Voraussage ergibt einen Temperaturanstieg von über 2°C seit Beginn der Industrialisierung.
Irreversible und katastrophale Folgen drohen. In den letzten 100 Jahren haben die Temperaturen laut PPCC um über 0,7°C zugenommen. Die globale Erwärmung und der Anstieg des Meeresspiegels haben sich beschleunigt.

Industrieländer sollen Treibhausgasemissionen bis 2020 um 30 Prozent senken
„Es ist jetzt dringender denn je, dass die Weltgemeinschaft ernsthafte Verhandlungen über ein umfassendes neues internationales Übereinkommen aufnimmt, um die globale Erwärmung zu stoppen. Zur Stabilisierung müssen die Industrieländer nun ihre Treibhausgasemissionen bis 2020 um 30 Prozent unter das Niveau von 1990 zurückführen, wie die EU-Kommission dies im letzten Monat vorgeschlagen hat“, betonte EU-Kommissar Dimas. Laut Bericht, gibt es an der Erwärmung des Klimasystems keinen Zweifel. „Sehr wahrscheinlich“ sei der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur seit Mitte des 20. Jahrhunderts überwiegend durch die Zunahme des vom Menschen verursachten Treibhausgasausstoßes bedingt. Gehe man davon aus, dass nichts getan wird, um die Emissionen zu begrenzen, liege die zuverlässigste Schätzung der weiteren Zunahme der weltweiten Durchschnittstemperatur bis 2100 zwischen 1,8 und 4,0°C. Der Anstieg des Meeresspiegels hat sich laut IPCC von 18 Zentimeter pro Jahrhundert im Zeitraum 1961-2003 auf 0,31 Zentimeter pro Jahrhundert im Zeitraum 1993-2003 nahezu verdoppelt. Die Konzentration von CO2 und Methan in der Atmosphäre habe die höchsten Werte seit mindestens 650.000 Jahren erreicht. Extreme Witterungsbedingungen haben zugenommen, die regionalen Klimaverhältnisse ändern sich. Hitzewellen und andere Wetterextreme sowie Veränderungen in atmosphärischen Strömungen, Sturmverläufen und Niederschlägen lassen sich jetzt auf anthropogene Klimaveränderungen zurückführen, so der IPCC.

Weitere Informationen im Internet
Eine Zusammenfassung des Berichts in englischer Sprache (21 S.) ist veröffentlicht unter http://www.ipcc.ch/SPM2feb07.pdf.
Alle von der EU-Kommission am 10.1.2007 vorgeschlagenen Initiativen „Energie für eine Welt im Wandel“ gibt es auf der Seite der EU-Kommission.

07.02.2007 | Quelle: EU-Kommmission | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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