Berliner EnergieVerein erarbeitet Forderungen an die Energieeffizienzpolitik

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Die düsteren Prognosen des jüngsten UN-Klimaberichts haben die Gefahren eines lebensbedrohlichen Klimawandels aufgezeigt. Weltweit wird über die geeigneten Maßnahmen zur Verhinderung der Erderwärmung diskutiert. In Deutschland werde in manchen Kreisen eine gute Gelegenheit gesehen, neuerlich den Atomausstieg in Frage zu stellen, obwohl sich in Sachen Risikostruktur, Proliferationsgefahr und Endlagerung kein neuer Stand abzeichne, so der EnergieVerein – Forum für Energierecht, Energiepolitik und Erneuerbare Energien e.V. mit Sitz in Berlin in einer Pressemitteilung. Im Gegensatz dazu gebe es keine grundsätzlichen Meinungsverschiedenheiten in Bezug auf die Notwendigkeit einer gesteigerten Energieeffizienz. Energieeffizienz verlange aber einschneidende Maßnahmen, die Konflikte mit mächtigen Interessengruppen heraufbeschwören würden so der Verein.
„Energieeffizienz wird häufig im Munde geführt, ohne dass sich eine starke Basis für entsprechende Forderungen in der Politik bisher herausgebildet hat. Deshalb muss die Energieeffizienzpolitik in Deutschland auf den Prüfstand“, fordert der EnergieVerein.

Maßnahmenkatalog der „Top Ten einer zielführenden Energieeffizienzpolitik“
Der EnergieVerein diskutiert unter dem Arbeitstitel „Die Top Ten einer zielführenden Energieeffizienzpolitik“ einen wirkungsvollen Maßnahmenkatalog. Die maßgeblichen Effizienzpotenziale sollen aufgezeigt und die Umsetzungskonflikte identifiziert werden. Im Mittelpunkt stehe die Effizienz von Strom-, Gebäuden, Heizungsanlagen und des Verkehrs, die auf Grund des hohen Primärenergieverbrauchs angegangen werden müssten. Der Beitrag soll auch einen Maßstab liefern für den ersten Energieeffizienz-Aktionsplan, der von der Bundesregierung zum 30.06.2007 angekündigt wurde.

Öffentliche Diskussion im EnergieForum Berlin
Das Thesenpapier des EnergieVereins wird vorgestellt im Rahmen einer öffentlichen Veranstaltung am 28.02.2007 im EnergieForum Berlin von Prof. Dr. Leprich (Uni Saarbrücken), der die Federführung bei der Erstellung des Papiers hat. An der öffentlichen Diskussion beteiligen sich Corinna Kleßmann, Beraterin in der Abteilung Energie- und Klimastrategie von ECOFYS (Büro Berlin) und Christoph Erdmenger, der die nationale Klimaschutzpolitik im Umweltbundesamt koordiniert.

14.02.2007 | Quelle: Energieverein e.V. | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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