City-Solar-Gruppe: 20 MW-Solarstrom-Kraftwerk in Spanien im Zeitplan

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Eines der weltgrößten Solarstrom-Kraftwerke nimmt Konturen an, berichtet die City Solar AG (Bad Kreuznach) in einer Pressemitteilung. In diesen Tagen gingen im spanischen Beneixama (Provinz Alicante) die ersten 20 Solarstromanlagen mit jeweils 100 Kilowatt peak (kWp) Nennleistung an das Netz, die nächsten 40 sollen im März folgen. Bis Spätsommer 2007 baut die deutsche City-Solar-Gruppe in Beneixama im Auftrag eines Investorenpools 200 dieser Freiflächenanlagen mit einer Gesamtleistung von 20 Megawatt (MWp).
Auf einer Fläche von 500.000 Quadratmetern (das entspricht 71 Fußballfeldern) wird dann umweltfreundlicher Solarstrom für mehr als 12.000 Haushalte produziert. Die juwi-Gruppe mit Sitz in Bolanden (Rheinland-Pfalz) will bis Ende 2009 auf einem ehemaligen Militärflughafen östlich von Leipzig eine 40 Megawatt (MW) starke Freiflächen-Photovoltaikanlage mit Dünnschichttechnologie errichten.

Der erste Schritt ist getan, der erste Teilabschnitt im Photovoltaik-Park in Beneixama beendet. „Wir sind gut im Zeitplan“, sagt Stefan Kasterka von der City-Solar-Gruppe. „Das liegt vor allem daran, dass die Zusammenarbeit mit unseren spanischen Partnern so reibungslos läuft.“ Bis zu 100 Mitarbeiter packen an einem Tag auf der Baustelle an. Die einen schieben Module ein, andere kümmern sich parallel um die nächsten Fundamente beziehungsweise die Montage der Modulgestelle. „So kommen wir sehr schnell voran“, lobt Kasterka das engagierte Team. Für die komplette technische Ausrüstung (unter anderen Verkabelung, Trafos und Wechselrichter) zeichnet der deutsche Siemens-Konzern verantwortlich.
Ein weiterer, wichtiger Mosaikstein sind laut City Solar die Behörden in Spanien, die „unserem Solarpark von Anfang an sehr wohlwollend gegenüber standen“, stellt Dr. Peer Piske heraus, gemeinsam mit Martin Müller ist er einer der Projektverantwortlichen. „Ohne diese Unterstützung wäre ein solches Großprojekt überhaupt nicht denkbar“, ergänzt Müller. Die ersten 20 Anlagen sollen in diesen Tagen an das Netz des Versorgers „Iberdrola“ angeschlossen werden, die nächsten 40 im März.

Solarstrom für mehr als 12.000 Durchschnittshaushalte
Der Solarpark liegt drei Kilometer entfernt von Beneixama, im Hinterland der Costa Blanca. Die Bedingungen seien optimal. Die Globalstrahlung auf Modulebene betrage jährlich 1.934 Kilowattstunden pro Quadratmeter (kWh/m2). Pro Jahr soll der komplette Park 30 Millionen Kilowattstunden erzeugen. Das deckt rechnerisch den Strombedarf von mehr als 12.000 Durchschnittshaushalten. Gleichzeitig werden laut City Solar jährlich 30.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart.

Solartechnik „Made in Germany“ auf der Überholspur
Bis zur Fertigstellung des Solarparks verarbeitet City Solar 100.000 der eigenen kristallinen Module vom Typ „PQ 200“, gefertigt von den deutschen Solarunternehmen „Tenesol“, „aleo“ und „Solon“. Sie sind ausgestattet mit Solarzellen des deutschen Produzenten „Q-Cells“, einem der weltweit führenden Solarzellenhersteller. „Projekte wie dieses zeigen, dass Solartechnik ‚made in Germany‘ im Ausland weiter auf der Überholspur ist, sagt Carsten Krönig, Geschäftsführer des Bundesverbandes Solarwirtschaft e. V. (BSW) in Berlin. Immer mehr Länder würden das Erneuerbare-Energien-Gesetz nach deutschem Vorbild übernehmen und damit die Rahmenbedingungen für ein weltweites Marktwachstum legen. Für 2007 prognostiziert der Verband für die deutsche Solarindustrie Umsatzzuwächse im Export von über 50 Prozent. Das Schweizer Bankhaus Sarasin & Cie. rechnet bis 2020 mit jährlichen weltweiten Wachstumsraten von über 20 Prozent.

23.02.2007 | Quelle: City Solar AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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