Solar-Hackgut-Heizung senkt Heizkosten eines niedersächsischen Unternehmens um rund 90 Prozent

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Die Stöver GmbH aus Himmelpforten (Landkreis Stade) hat aus den Gefahren des Klimawandels und den seit Jahren steigenden Öl- und Gaspreisen die Konsequenzen gezogen und ihre gesamte Heizungsanlage auf Solar- und Bioenergie umgestellt, berichtet der Bund Solardach eG (BUSO) in einer Pressemitteilung. Zur offiziellen Einweihung der kombinierten Solar-Hackgut-Heizungsanlage am 16.02.2007 habe Dr. Franz Alt den „umgekehrten Drushba-Effekt“ demonstriert und den Gashahn zur Versorgung der alten Heizungsanlage endgültig geschlossen.
Nachdem das Unternehmen bislang rund 9.000 Euro pro Jahr für die Beheizung des Firmengebäudes und eines angrenzenden Wohnhauses gezahlt habe, sei durch die Umstellung auf die neue Heizungsanlage eine Ersparnis von rund 90 Prozent erzielt worden. Dazu seien ein 50-Quadratmeter-BUSO-Solardach und ein Hackgutkessel installiert worden.

100 Prozent Unabhängigkeit von Öl und Gas; eigener Chinaschilf-Anbau
„Ich sage nur zwei Zahlen: 100 Prozent Unabhängigkeit von Öl und Gas sowie 90 Prozent Kostenersparnis“, so der Unternehmer Ingo Stöver. Um auch beim Hackgut in Zukunft größtmögliche Unabhängigkeit zu erreichen, hat die Stöver GmbH auf einer angrenzenden Fläche Chinaschilf (Miscanthus) angebaut. Die Pflanzen sollen ab 2008 den Großteil des benötigten Hackgutes liefern. Die Stöver GmbH ist Mitglied der BUSO Bund Solardach eG. Die Genossenschaft ist ein Zusammenschluss von rund 120 Heizungs- und Sanitärbetrieben aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und mittlerweile sogar aus Estland, die sich auf Planung, Fertigung und Montage solarthermischer Anlagen spezialisiert haben. Die BUSO-Solaranlagen werden individuell auf jedes Haus und jede Heizungsanlage zugeschnitten. In den Mitgliedsbetrieben wurden nach eigenen Angaben im Jahr 2006 rund 65.000 Quadratmeter Solarkollektorfläche installiert.

23.02.2007 | Quelle: BUSO | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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