Biomassevergasung auf dem Prüfstand: Studie zeigt Verbesserungsmöglichkeiten

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Der thermochemischen Vergasung von Biomasse widmet sich der neueste Band der Schriftenreihe der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe (FNR). Darin loten Experten des Instituts für Energetik und Umwelt gGmbH (IE) und der Technischen Universität Hamburg Harburg die verschiedenen Verfahren aus und zeigen Probleme und Lösungsansätze. Unter den Möglichkeiten, Biomasse energetisch zu nutzen, zähle die thermochemische Vergasung zu den interessantesten, heißt es in der Presserklärung der FNR.
Mit der Verstromung von Brenngas kombiniert, ließen sich weit höhere elektrische Wirkungsgrade erzielen, als im klassischen dampfbasierten Verfahren. Die Palette der Verfahren sei breit. Es gebe ein einstufiges sowie mehrstufige Verfahren, die sich hinsichtlich des Grundprinzips und der Prozessparameter unterscheiden würden. Ziel des von der FNR geförderten Verbundvorhabens war, die verschiedenen Vergasungsverfahren nicht nur zu analysieren und zu werten, sondern auch Verbesserungsvorschläge zu erarbeiten.

Biomassevergasung noch nicht marktreif – Wissenschaftler raten zu Langzeittests
Für den jetzt vorliegenden Band haben die Wissenschaftler des IE, der TU Hamburg sowie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ihre Erkenntnisse zusammengefasst. Ihr Fazit: Die Biomassevergasung ist zwar nach wie vor noch nicht marktreif, die Probleme lassen sich jedoch grundsätzlich technisch lösen. Vor allem in Anlagen mit einer Wärmeleistung von 500 bis 1000 Kilowatt (kWth) könnte nach Berechnungen der Wissenschaftler ein wirtschaftlicher Betrieb möglich werden. Daher raten sie zu Langzeittests in Demonstrationsanlagen. Die Ergebnisse können im Detail nachgelesen werden in der Veröffentlichung „Analyse und Evaluierung der thermo-chemischen Vergasung von Biomasse“. Sie ist erschienen als Band 29 der Schriftenreihe „Nachwachsende Rohstoffe“ bei der FNR, kostet 32 Euro und kann über den Buchhandel oder direkt beim Landwirtschaftsverlag GmbH Münster bezogen werden.

24.02.2007 | Quelle: Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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