CO2-Gebäudesanierungsprogramm: 2006 wurden 265.000 Wohnungen in saniert

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Die Jahresbilanz des Bundesbauministers Wolfgang Tiefensee zum CO2-Gebäudesanierungsprogramm könne sich wirklich sehen lassen, erklärte die Bau- und Wohnungspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Petra Weis. Mit dem Programm seien allein im vergangenen Jahr 265.000 Wohnungen und Eigenheime saniert worden. Die KfW-Förderbank habe 1,5 Milliarden Euro für zinsverbilligte Kredite und als Tilgungszuschüsse zur Verfügung gestellt. Damit seien Investitionen in Höhe von elf Milliarden Euro ausgelöst und auf diese Weise 900.000 Tonnen Kohlendioxid-Ausstoß vermieden worden.
Nebenbei sei auch die Bauwirtschaft kräftig angekurbelt worden, betont Weis. Das Programm sei nicht nur gut für den Klimaschutz, es sei auch ein Konjunkturmotor für kleine und mittelständische Bau- und Handwerksbetriebe. Jede investierte Milliarde Euro sichere 25.000 Arbeitsplätze. Darüber hinaus werde die Nachfrage nach Innovationen im Heiz- und Wärmemarkt gestärkt.

20 Prozent der CO2-Emissionen gehen auf das Konto der Gebäudewärme
„Viele Menschen in Deutschland wollen zum Klimaschutz beitragen. Allerdings gibt es ein großes Informationsdefizit in der Bevölkerung, hinsichtlich der großen Einsparmöglichkeiten im Wärmebereich. 20 Prozent der CO2-Emissionen in Deutschland werden durch Gebäudewärme verursacht. Durch Maßnahmen, wie beispielsweise die Dämmung von Außenwänden, die Installation von neuen Fenstern oder neuen Heizungsanlagen, ist es möglich bis zu 50 Prozent der Heizkosten einzusparen. Mithilfe der Förderprogramme der Bundesregierung rechnen sich diese Investitionen schon nach verhältnismäßig kurzer Zeit; so die SPD-Sprecherin.

Einsparmöglichkeiten für 40 Milliarden Euro Heizkosten
„Wenn das gesamte Einsparpotenzial im Gebäudebereich genutzt wird, könnten in Deutschland insgesamt 40 Milliarden Euro Heizkosten eingespart werden, bis zu 500 Euro im Jahr pro Haushalt. Bei steigenden Energiekosten noch mehr. Insofern trägt das CO2-Gebäudesanierungsprogramm auch dazu bei, dass eine gut gewärmte Stube nicht zum Luxusgut wird“, sagt Petra Weis.
Das CO2-Gebäudesanierungsprogramm wurde auf Initiative der SPD-Bundestagsfraktion 2001 gestartet. 2007 ist das Programm noch einmal aufgewertet worden: Neben zinsverbilligten Krediten und Tilgungszuschüssen können Eigentümer jetzt auch Investitionszuschüsse bei der KfW-Förderbank beantragen.
Weitere Informationen zum CO2-Gebäudesanierungsprogramm unter
http://www.solarserver.de/kfw_programm.html#co2

11.03.2007 | Quelle: SPD-Bundestagsfraktion | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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