Erneuerbare Energien: Branche begrüßt Forderung der Umweltminister nach Wärmegesetz

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In ihrer „Düsseldorfer Erklärung“ anlässlich der Sonder-Umweltministerkonferenz zum Klimawandel, haben sich die Umweltminister des Bundes und der Länder am 22.03.200 für die Einführung eines Gesetzes für Wärme aus erneuerbaren Energien ausgesprochen (Solarwärme, Bioenergie und Erdwärme). „Wir begrüßen die Forderung der Umweltminister. Nirgendwo sonst kann das klimaschädigende CO2 schneller und günstiger vermieden werden, als im Wärmebereich“, kommentiert Milan Nitzschke, Geschäftsführer des Bundesverbandes Erneuerbare Energie (BEE). Die Bundesregierung müsse jetzt dringend einen Gesetzentwurf vorlegen. Die Düsseldorfer Erklärung zeige, dass sie im Bundesrat die Unterstützung dafür bekommen werde.
Die Umweltminister fordern, dass das auf europäischer Ebene beschlossene Ziel von 20 Prozent erneuerbarer Energie bis 2020 auch in Deutschland mit Maßnahmen für die Produktion von Strom, Wärme und Kraftstoffen untermauert wird. Für die Wärmeversorgung gebe es allerdings weder auf europäischer Ebene noch auf Bundesebene ein umfassendes Instrumentarium zur Förderung erneuerbarer Energien, hier könne Deutschland mit einem „Regenerativen Wärmegesetz“ wichtige Impulse setzen.

Ziel: 20 Prozent Wärme aus erneuerbaren Energien und 50.000 neue Arbeitsplätze
Die Branche der erneuerbaren Energien erwartet, dass mit Hilfe eines Wärmgesetzes der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeversorgung in Deutschland von heute gut 6 Prozent auf 20 Prozent im Jahr 2020 gesteigert werden kann. Hierzu könnten in Deutschland Investitionen in Höhe von 70 Milliarden Euro angestoßen und 50.000 Arbeitsplätze geschaffen werden. Schon im Jahr 2012 könnten durch den Ausbau erneuerbarer Energien zur Wärmeversorgung 10 Millionen Tonnen CO2 weniger emittiert werden.

Regenerative-Wärme-Gesetz in Deutschland, Richtlinie für Europa
Die Verbände der erneuerbaren Energien haben Vorschläge für ein Regenerative-Wärme-Gesetz gemacht, das für die Verbraucher keine Mehrkosten bringe. Stattdessen versichert es sie mit Hilfe erneuerbarer Energien zur Heizung gegen weitere Energiepreissteigerungen, so der BEE. Nitzschke: „Wenn das Gesetz klug ausgestaltet wird, kommt man mit dem Geld aus, das ohnehin schon im Bundeshaushalt für Wärme aus erneuerbaren Energien vorgesehen ist. Belastungen muss es nicht geben. Der Nutzen wäre enorm.“ Der BEE setzt sich dafür ein, dass auch auf EU-Ebene eine Richtlinie für das Heizen und Kühlen mit erneuerbaren Energien kommt. Deutschland solle mit dem Entwurf eines Regenerative-Wärme-Gesetzes noch während seiner Ratspräsidentschaft mit gutem Beispiel voran gehen, fordert Nitzschke.

23.03.2007 | Quelle: BEE | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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