Bundesregierung setzt auf bessere Energieeffizienz; ehrgeizigere Ziele für die Energieeinsparverordnung geplant

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Die Bundesregierung hat am 25.04.2007 die von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos, und Bundesbauminister Wolfgang Tiefensee vorgelegte neue Energieeinsparverordnung (EnEV) beschlossen. “ Zum Jahreswechsel 2007/2008 führen wir den Energieausweis für bestehende Gebäude schrittweise ein“, kündigte Minister Tiefensee an.
Mieter und Käufer würden damit einen klaren Überblick über die zu erwartenden Heiz- und Warmwasserkosten erhalten, so der Minister. Das werde die Entscheidungen von Mietern und Käufern beeinflussen, und sei von der Bundesregierung so gewollt. „Damit schaffen wir die notwendige Transparenz auf dem Immobilienmarkt. Dies alles wird in der Energieeinsparverordnung (EnEV) geregelt“, sagte Tiefensee.

Standards der EnEV sollen 2008 angehoben werden
Vieles von dem, was die EG-Richtlinie über die Gesamtenergieeffizienz von Gebäuden verlangt, gelte in Deutschland bereits. Im europäischen Vergleich nimmt Deutschland laut Tiefensee damit eine Spitzenposition ein. Mit der EnEV werde ein weiterer wichtiger Baustein zur Klimapolitik der Bundesregierung hinzugefügt.
“ Wir werden uns aber weitere, noch ehrgeizigere Ziele vornehmen: Unsere Neubauten müssen künftig noch höhere Energiestandards erreichen und auch bei den Gebäuden im Bestand müssen wir noch besser werden. Deshalb werden wir nach der Einführung der Energieausweise im nächsten Jahr die Standards der EnEV in einem zweiten Schritt anheben: Bei Neubauten muss die Energiebilanz um bis zu 30 Prozent besser werden. Gleiches soll für Gebäude im Bestand gelten, wenn sie umfangreich modernisiert werden. Wir setzen auf eine Kombination unterschiedlicher Instrumente, auf Transparenz wie beim Energieausweis, Anreize durch das CO2-Gebäudesanierungsprogramm und ehrgeizige Ziele“, so Tiefensee.

Glos: Effizienterer Umgang mit Energie ist auch Voraussetzung für weltweites Wirtschaftswachstum
Bundesminister Michael Glos erklärte: „Wirtschaft und Umwelt brauchen vernünftige, nachhaltige Rahmenbedingungen. Diese sind nicht von selbst gegeben. Die Bundesregierung hat deshalb das Thema Energieeffizienz zu einem Schwerpunkt ihrer EU- und G8-Präsidentschaft gemacht. Globalisierung und Klimawandel zeigen uns allen, dass es dabei um weltweite Herausforderungen geht. Der noch wesentlich effizientere Umgang mit Energie ist eine unabdingbare Voraussetzung für eine sichere und kostengünstige Umwelt sowie Ressourcen schonende Energieversorgung der internationalen Märkte und damit für weltweites Wirtschaftswachstum, das den kommenden Generationen die benötigten natürlichen und sozialen Lebensgrundlagen erhält. Darüber wollen wir mit unseren Partnern aus aller Welt sprechen.“

G8-Gipfel soll wirksame Klimaschutzziele über das Jahr 2012 hinaus festlegen
Auf dem bevorstehenden Gipfel im Juni in Heiligendamm werden die G8-Staaten über die Fortsetzung der Gleneagles-Initiative beraten und die Steigerung der Energieeffizienz als zentrales Handlungsfeld für die zukünftige Weltwirtschaftspolitik hervorheben. International wird nach Wegen gesucht, wirksame Klimaschutzziele über das Jahr 2012 hinaus festzulegen. Die EU-Kommission hat in ihrem Energieeffizienz-Aktionsplan ein internationales Rahmenabkommen zur Energieeffizienz vorgeschlagen. Die EU-Mitgliedstaaten bereiten derzeit nationale Energieeffizienz-Aktionspläne vor. Es sei das Anliegen der deutschen EU- und G8-Ratspräsidentschaft, die nationalen und die europäischen Erfahrungen in einen globalen Dialog einzubringen. Die Konferenz werde zeigen, dass die weitere Entkoppelung des weltweiten Wirtschaftswachstums vom Energieverbrauch möglich sei Der Schlüssel dies zu erreichen, sei die Steigerung der Energieeffizienz, so Glos.

01.05.2007 | Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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