Konzentriertes Sonnenlicht für mehr Solarstrom-Ertrag

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1.500 Mal mehr Photovoltaik-Leistung verspricht das australische Unternehmen „Solar Systems“ mit seinen Konzentratormodulen im Vergleich zu herkömmlichen Solar-Panelen. Dazu fokussiert Solar Systems die Sonnenstrahlen mit so genannten Dish-Reflektoren auf die Module. Die „Solar-Schüsseln“ (dishes) bestehen aus 121 gewölbten Spiegeln in einem Stahlrahmen; sie bündeln die Sonnenstrahlung 500-fach und werden dem Lauf der Sonne nachgeführt. Die erste „Concentrator Dish Power Station“ mit zehn Konzentrator-Einheiten und insgesamt 220 Kilowatt Leistung erzeugt seit 2003 im Bundesstaat South Australia elektrischen Strom.
Im Nordwesten von Victoria soll nun ein 154 Megawatt-Kraftwerk entstehen.

Linse aus Kunststoff ersetzt teueres Silizium
Kleiner fällt das Projekt des US-amerikanischen Unternehmens Amonix in Colorado mit sieben bis zehn Megawatt aus. Doch auch das Konzentrator-System aus den USA schafft es, das Sonnenlicht 500-fach zu konzentrieren – mit Fresnel-Linsen aus Kunststoff, die das Licht auf den Brennpunkt der Solarzellen bündeln. Durch die Konzentration wird die Menge des notwendigen Silizium annähernd um den gleichen Faktor reduziert, um den das Licht gebündelt wird. Das bedeutet, dass eine extreme kostengünstige optische Linse aus Kunststoff das relative teuere Silizium ersetzen kann.
Beide Unternehmen stellen ihre Systeme vor auf dem 3. PV Industry Forum am 20. Juni 2007 in Freiburg – einen Tag vor Beginn der Intersolar 2007, Europas größter Fachmesse für Solartechnik.
Weitere Informationen: http://www.pvindustry.de

15.06.2007 | Quelle: PV Industry Forum | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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