Photovoltaik-Hersteller Q-Cells bereitet sich auf weiteres Wachstum vor und will in Wafer-Produktion einsteigen

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Die Hauptversammlung des Solarzellen-Herstellers Q-Cells AG (Thalheim) hat am 14. Juni 2007 alle im Rahmen der Tagesordnung vorgestellten Punkte mit großer Mehrheit beschlossen, darunter auch den Plan zum Einstieg in die Fertigung von Solar-Wafern. Das berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Neben der vollständigen Gewinnthesaurierung des Jahresüberschusses 2006 zur Stärkung der Eigenkapitalbasis und zur Finanzierung des weiteren Wachstums haben die Aktionäre der möglichen Aufnahme von Options- und/oder Wandelanleihen im Gesamtnennbetrag von bis zu drei Milliarden Euro zugestimmt.
Damit habe die Hauptversammlung der Q-Cells AG umfangreiche Möglichkeiten zur Aufnahme von Fremdkapital geschaffen und eine wichtige Grundlage für das geplante schnelle Unternehmenswachstum gelegt. Ebenfalls beschlossen hat die Hauptversammlung ein neues Aktienoptionsprogramm für alle Mitarbeiter der Q-Cells AG. Daneben wurde die Q-Cells AG ermächtigt, eigene Aktien bis zu einer Höhe von 10 % des Grundkapitals zu erwerben.

Einstieg in die Solarwafer-Produktion geplant
Anlässlich der Hauptversammlung gab die Q-Cells AG auch bekannt, dass sie plant, in die Produktion von Solar-Wafern einzusteigen. Die so genannten Wafer aus Silizium sind das Vorprodukt der Solarzellen-Fertigung. Das Unternehmen sieht darin eine gute Lösung, um einen Teil der ab dem Jahr 2008 von der norwegischen Elkem Solar gelieferten Silizium-Mengen zu Wafern zu verarbeiten. Die Q-Cells AG hatte im Februar dieses Jahres einen Vertrag über die Lieferung großer Mengen metallurgischen Siliziums mit Elkem Solar abgeschlossen. Vom Einstieg in die Waferproduktion erwartet Q-Cells, deutliche Kostenvorteile bei der Waferbeschaffung und Synergieeffekte zwischen Wafer- und Zellfertigung zu erreichen. Für das Jahr 2009 plant das Unternehmen, Siliziumwafer für die eigene Zellfertigung mit einer Gesamtkapazität von mehr als 240 MWp zu produzieren.

Good Energies-Vorstand Richard Kauffman neu im Aufsichtsrat; Gerhard Rauter neuer Produktions-Chef
Die Hauptversammlung wählte ebenfalls ein neues Aufsichtsratsmitglied. Diese Wahl war notwendig geworden, weil das bisherige Aufsichtsratsmitglied Immo Ströher sein Amt mit Wirkung zum 14. Juni 2007 niedergelegt hatte. Zum Nachfolger wählten die anwesenden Anteilseigner Richard Kauffman. Der 52 Jahre alte US-Amerikaner ist Vorstand der Good Energies, Inc. mit Sitz in New York. Damit stellt Hauptanteilseigner Good Energies nun zwei der neun Mitglieder des Aufsichtsrats. Im Zuge der Vorbereitung des weiteren Unternehmenswachstums sowie der verstärkten Internationalisierung der Aktivitäten der Q-Cells AG stellt sich das Unternehmen personell neu auf: Mit Wirkung vom 1. Oktober 2007 wird Gerhard Rauter als neuer Chief Operating Officer (COO) mit der Verantwortung für die Produktion in den Vorstand berufen. Mit dem 49 Jahre alten Österreicher Rauter konnte die Q-Cells AG einen erfahrenen Manager als Produktionsvorstand gewinnen, der seit mehr als 20 Jahren in leitenden Positionen bei der Siemens AG und der Infineon Technologies AG tätig war. Rauter soll bei Q-Cells seine umfangreichen Erfahrungen insbesondere für den weiteren schnellen Ausbau der Produktionskapazitäten in allen Technologien einbringen. Der bisherige Produktionsvorstand Thomas Schmidt wird sich auf Aufgaben im Kerngeschäft konzentrieren.

18.06.2007 | Quelle: Q-Cells AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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