PROKON-Unternehmensgruppe verkauft Biogas-Sparte

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Die Biogas-Sparte der PROKON-Unternehmensgruppe aus Itzehoe wird künftig von agri.capital fortgeführt. Den Verkaufserlös will PROKON nutzen, um seine Aktivitäten in der Windenergie und bei biogenen Kraftstoffen deutlich zu intensivieren. PROKON verfügt in der Windenergie-Nutzung über 15 Jahre und auf dem Gebiet der Bio-Kraftstoffe über acht Jahre Erfahrung. Mit einem umgesetzten Projektvolumen von mehr als 550 Millionen Euro gehört die Unternehmensgruppe nach eigenen Angaben zu den Marktführern in Deutschland. Während seiner zweijährigen Tätigkeit in Sachen Biogas brachte PROKON rund 80 Vorhaben auf den Weg.
Diese befinden sich in unterschiedlichen Entwicklungsstadien und sind zum Teil bereits realisiert. „Mit agri.capital haben wir einen Partner gefunden, der auf Biogas spezialisiert ist und nahtlos an unsere Erfolge anknüpfen wird“, ist PROKON-Geschäftsführer und Unternehmensgründer Carsten Rodbertus überzeugt.Durch den Verkauf der Biogas-Sparte an agri.capital werden Auslagen in Höhe von über 10 Millionen Euro an PROKON zurückfließen. Über den Kaufpreis selbst haben beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Gutachten belegen Senkung des Strompreises durch die Windenergie
Aufgrund der Verknappung sowie der steigenden Preise für fossile Brennstoffe und Uran ist die Windenergie mittlerweile eine wirtschaftliche und zukunftsfähige Alternative. Gleich zwei Gutachten aus dem Jahr 2006, die von Forschern des Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Archivs (HWWA) sowie des Stromkonzerns E.On erstellt wurden, belegen die Senkung des Strompreises durch die Windenergie. Vor diesem Hintergrund überarbeiteten die Gemeinden in Deutschland ihre Regionalpläne und würden neue Flächen für den Ausbau der Windenergie ausweisen, berichtet PROKON. „Diese Potenziale werden wir auf jeden Fall nutzen“, so Rodbertus.
Gleichzeitig sieht PROKON seine besondere Stärke in der Sanierung ungünstig finanzierter Windparks. Dazu Rodbertus: „Die vergangenen Jahre waren in Deutschland leider nicht besonders windreich. Viele Windparks sind jedoch so finanziert, dass gerade in den ersten Jahren hohe Tilgungsleistungen für langfristige Kredite zu erbringen sind. Obwohl diese Windparks grundsätzlich rentabel wären, leiden sie unter Liquiditätsmangel. Solche Projekte werden wir übernehmen und durch Umfinanzierungen einen wirtschaftlichen Betrieb ermöglichen.“ Dabei profitiere PROKON von seiner langjährigen Erfahrung sowie seiner Innovationskraft und Kompetenz in der Finanzierung der eigenen Windparks.
Aber nicht nur Deutschland ist für PROKON attraktiv. Immer mehr europäische und außereuropäische Länder schaffen die politischen Rahmenbedingungen für eine wirtschaftliche Nutzung der Windenergie. Dabei orientieren sie sich häufig am deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG). Das Gesetz verpflichtet die Energieversorger zur Abnahme und Vergütung von Windstrom. Besonders Polen und Frankreich böten vielfältige Chancen für ein weiteres Wachstum der PROKON Unternehmensgruppe.
Alternative Kraftstoffe erfahren ebenfalls eine ungebrochen hohe Nachfrage. PROKON hat nach eigenen Angaben bereits 1.700 dieselbetriebene Nutzfahrzeuge auf Pflanzenöl umgerüstet sowie zehn Pflanzenöl-Tankstellen in Betrieb genommen. Sowohl für PROKON als auch für agri.capital trage die Transaktion entscheidend zum Erreichen der Wachstumsziele bei. Künftig wollen beide Unternehmen besonders in der Standortentwicklung strategisch zusammenarbeiten.

10.07.2007 | Quelle: PROKON Unternehmensgruppe | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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