Europaweite Übereinstimmung hinsichtlich der langfristigen Solarstromproduktion mit Photovoltaik-Modulen

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In einem internationalen Vergleich innerhalb des von der Europäischen Kommission geförderten Projekts „PERFORMANCE IP“ wurden acht unterschiedliche Prognoseverfahren für die Vorhersage der Solarstromproduktion mit fünf verschiedenen Photovoltaik-Technologien untersucht. Die von europäischen Universitäten und Forschungsinstituten entwickelten Verfahren kommen im wesentlichen zu den gleichen Ergebnissen, berichtet der europäische Photovoltaik-Industrieverband (EPIA). Die Solarstrom-Ertragsberechnung sei einer der vier wesentlichen Bestandteile eines internationalen Bewertungssystems, das sowohl der europäischen Photovoltaik-Industrie als auch den Investoren und Endkunden diene, so die EPIA. Die bemerkenswerten Ergebnisse, die in dem Projekt zum ersten Mal belegt worden seien, entsprechen laut EPIA dem Bedarf der Industrie an einheitlichen und abgestimmten internationalen Standards zur Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit.

Belastbare Energie-Ertragsberechnung für Si, mSi, a-Si, CdTe und CIS
Der als Ringversuch durchgeführte Vergleich der acht Methoden zur PV-Ertragsberechnung in Europa ergab, dass alle Verfahren hinsichtlich der Jahreserträge maximal ±5 % voneinander abweichen, wenn die Umweltfaktoren exakt Eingang in die Berechnung finden, zum Beispiel die Sonneneinstrahlung und die Modultemperatur. Genau so exakte Ergebnisse seien erzielt worden, als der Solarstrom-Ertrag für identische Module an einem alternativen Standort in Europa berechnet wurde beziehungsweise für kürzere Zeiträume (Monate). Die Energie-Ertragsberechnungsverfahren erwiesen sich als gültig für die folgenden fünf Modultechnologien: kristallines und multikristallines Silizium (Si und mSi), amorphes Silizium (a-Si), Cadmium Tellurid (CdTe) und Kupfer-Indium-Gallium-Diselenid (CIS).

Voraussetzung für ein künftiges Standardverfahren geschaffen

Die Untersuchung belege die allgemeine Belastbarkeit der Ertragsberechnungsverfahren und die Möglichkeit einer einzigen gültigen Methode für sämtliche Module, unabhängig von der zu Grunde liegenden Technologie, betont die EPIA. Die konsistenten Ergebnisse erlaubten zudem den Gebrauch der einzelnen Verfahren zur Ertragsberechnung in unterschiedlichen Klimazonen oder für verschiedene Modultypen und stellten sicher, dass hinsichtlich der Qualität und Verlässlichkeit der Prognosen kein Kompromiss erforderlich sei – eine fachliche Voraussetzung für ein künftiges Standardverfahren.

Standardverfahren soll künftig Teil allgemeiner Energieertragsberechnungen werden
Deutlich größere Abweichungen hätten sich jedoch ergeben, wenn unterschiedliche Module des selben Herstellers und vom gleichen Typ an verschiedenen Standorten berechnet wurden. In diesem Fall hätten die verschiedenen Modulleistungen die Ergebnisse der Ertragsberechnung deutlich beherrscht. Dieses Problem werde im Projekt PERFORMANCE IP bearbeitet und ein Leitfaden zur Kennzeichnung der Module soll erstellt werden. In dem PERFORMANCE IP-Projekt sollen nun die Ergebnisse in Richtung eines Standardverfahrens weiterentwickelt werden, das zentraler Bestandteil künftiger allgemeiner Energieertragsberechnungen werden soll. Weitere Informationen sind verfügbar unter der Internetadresse http://www.pv-performance.org.

18.07.2007 | Quelle: EPIA; Centre for Renewable Energy Systems Technology (CREST) Department of Electronic and Electrical Engineering Holywell | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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