Sonne statt Diesel: RWE-Messroboter sollen mit Photovoltaik ausgestattet werden

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Die mit neuester Computertechnik vollgestopften “Georobots” stehen dort, wo sich die weltgrößten Schaufelradbagger durch die rheinische Braunkohle fressen. Permanent überwachen die Computer in drei gelben Kästen jede noch so minimale Bewegung an der nördlichen Grenze des Tagebaus Hambach, denn durch die Entnahme der Braunkohle aus dem Abbaufeld kann es zu leichten Verschiebungen der Randböschung kommen. Die Georobot-Container sind dafür da, diese aufzuzeichnen und an die Betriebsüberwachung zu melden. Jede Abweichung von vorgegebenen Toleranzwerten löst automatisch eine Warnmeldung aus. Damit diese Arbeit in Zukunft noch effizienter und vor allem umweltverträglicher durchgeführt werden kann, überlegten sich die Ingenieure Peter Göllner und Jörg Klein, die Dächer der zurzeit noch mit Dieselaggregaten betriebenen Georobot-Container künftig mit Solarstrom-Modulen zu bestücken.

Photovoltaik deutlich langlebiger als Dieselaggregate
“5.500 Liter Diesel, zirka 100 Betankungsfahrten und mehr als 15.000 Euro Wartungskosten könnten so für jedes der drei Dieselaggregate jährlich eingespart werden. Einmal ganz zu schweigen von den CO2 Emissionen”, rechnen Göllner und Klein vor. Und noch einen Vorteil hätten die Solarmodule. Während Dieselaggregate häufig nach nur zwei Jahren bereits den Geist aufgeben, hat die Solartechnik eine deutlich längere Lebensdauer. “Der Hersteller übernimmt bis zu zwanzig Jahren Garantie”, betont Göllner. Zur Realisierung des Projektes wurde eine Gruppe ins Leben gerufen, die nun die Machbarkeit prüft. Viel versprechende Modellrechnungen lägen bereits vor, der Testbetrieb soll in kürze gestartet werden.

05.08.2007 | Quelle: RWE AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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