agri.capital unterstützt niedersächsische Gemeinde auf dem Weg zum Bioenergiedorf

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Für mehr als die Hälfte der Bewohner von Beuchte ist dieser Winter die letzte Heizölsaison, denn ab Herbst 2008 wird dort eine neue Biogasanlage der agri.capital GmbH ihren Betrieb aufnehmen. Ein großer Teil der 400-Einwohner-Gemeinde im Landkreis Wolfenbüttel wird dann über ein Nahwärmenetz mit ökologisch erzeugter Wärme aus Biogas versorgt. Für Beuchte markiere dies einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Bioenergiedorf, so agri.capital in einer Pressemitteilung. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hat diese Initiative begrüßt und am 22. November den ersten Spatenstich für das Ökoprojekt gesetzt.
Auf Gut Beuchte, dessen Betriebsleiter Clemens von König ist, wird agri.capital die Biogasanlage errichten. Von König ist nicht nur der Initiator des Projekts “Bioenergiedorf”, er wird die Anlage auch bewirtschaften. Zusammen mit ihm hat die agri.capital GmbH ein umfassendes Wärmekonzept entwickelt. Die im Blockheizkraftwerk produzierte Wärme soll danach die Hofgebäude und über ein Nahwärmenetz auch einen großen Teil der Haushalte in Beuchte versorgen.

1.700 kWh Strom und Wärme aus Biogas
Die Errichtung des Nahwärmenetzes geschieht in Zusammenarbeit mit König und wird von agri.capital unterstützt. Darüber hinaus wird auch die Firma Deutsche Holzenergie Wärme von agri.capital für die Holztrocknung beziehen. Die Anlage in Beuchte ist mit einer elektrischen Nennleistung von 750 Kilowatt (kW) projektiert. Sie wird mit rund 14.000 Tonnen Mais und Getreide-GPS jährlich “gefüttert”. Einen Teil der Rohstoffe liefert Landwirt von König selbst. Im Unterschied zu den meisten anderen agri.capital-Anlagen wird hier aber keine Gülle für die Produktion von Biogas eingesetzt, da Gut Beuchte ein reiner Ackerbau-Betrieb ist. Insgesamt wird die Biogasanlage laut agri.capital 1.700 kWh Strom und Wärme produzieren und dabei rund 3.500 Tonnen pro Jahr klimaschädliches Kohlendioxid einsparen. Es ist die vierte Anlage, die agri.capital in der Region errichtet.

Autonome Energieversorgung mit Biogas, Biodiesel, Biomasse und Photovoltaik
Für Clemens von König ist die Biogas-Anlage ein wichtiger Meilenstein, um Beuchte zu einem Bioenergiedorf zu machen. Er will nach dem Beispiel von Jühnde beweisen, dass sich eine ganze Gemeinde von fossilen Brennstoffen unabhängig machen kann. “Allerdings verzichten wir auf außergewöhnliche Subventionen und machen es aus eigener Kraft”, so von König. Auf seinem Gut hat der Landwirt die Produktion schon weitgehend auf Bioenergie umgestellt. Sein Fuhrpark fährt mit Biodiesel, eine Photovoltaikanlage speist Solarstrom in das Stromnetz. Zudem produziert er Biomasse in Form von Hackschnitzeln und hat ein Brennstoffcenter für den Vertrieb von Kaminholz für den Großraum Braunschweig gegründet.

01.12.2007 | Quelle: agri.capital GmbH; pressebox | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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