Großer Erfolg mit dünnen Zellen: Nachfrage nach Dünnschicht-Photovoltaik bei Centrosolar gestiegen

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Die Centrosolar AG hat 2007 mehr Module mit Dünnschichtzellen umgesetzt als je zuvor, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Centrosolar stellt diese Solarmodule selbst her und vertreibt sie unter dem Label BIOHAUS. 15 % aller in Deutschland verkauften Systeme basieren auf dieser Technik – Tendenz steigend. “Dünnschichtzellen setzen wir primär für solare Bedachungssysteme ein. Das sind besonders große Solarmodule, ab 2,5 Metern aufwärts”, erklärt Willi Ernst, Mitglied des Beirats der Centrosolar AG und Experte für Dünnschicht-Photovoltaik. Größte Abnehmer dieser Anlagen seien Industrie und Landwirtschaft. “Viele Bauern haben Ställe oder Lagerhallen mit riesigen Dachflächen. Ideal für unsere große Anlagen”, betont Ernst.
Kristalline Module machen zwar das Kerngeschäft bei Centrosolar aus, aber die Bedeutung der Dünnschichtsparte nimmt zu. Vorteil dieser Technik sind die flexiblen Einsatzmöglichkeiten.

Neue Möglichkeiten in der Solartechnik
“Unsere Dünnschicht-Systeme können Sie auf Gebäuden installieren, die für kristalline Module weniger geeignet sind”, erklärt Andreas Woell, Vizepräsident und Leiter der Technik der Centrosolar AG. “Damit erschließen sich ganz neue Möglichkeiten in der Solartechnik. Zum Beispiel kann man auf diesem Weg auch Ost-Westdächer oder Dächer mit geringer Neigung mit Solaranlagen bestücken”, so Woell.
Kristalline Module eignen sich überwiegend für Süddächer – im Idealfall 30 Grad geneigt, betont Centrosolar. Bei Dachflächen, die nach Osten oder Westen ausgerichtet sind, brächten kristalline Solarzellen zu geringe Jahreserträge, weil sie schräg einfallendes Licht nur ineffizient in Strom umwandeln können. Für diese Dächer seien Dünnschichtanlagen eine gute Alternative. Sie arbeiten auch bei ungünstigen Lichtverhältnissen effektiv. Bei diffusem Licht, in Deutschland sehr oft der Fall, produzieren Dünnschichtanlagen mehr Strom als kristalline Module.

Extrem leichte Module für statisch wenig belastbare Dächer
Die BIOHAUS Dünnschicht-Systeme decken noch ein weiteres Segment ab: Dächer, bei denen aus statischen oder bautechnischen Gründen aufwendige und schwere Aufbauten nicht möglich sind. “Unsere Dünnschichtmodule sind in transparente Kunststoff-Folie eingebettet und damit extrem leicht. Für Dächer, die aus statischen Gründen keine Glas-Module erlauben, sind unsere Kunststoffsysteme die einzige Alternative”, führt Andreas Woell aus.

Triple-Junction-Zellen von UniSolar
Centrosolar Paderborn – damals noch Biohaus – hat 2001 begonnen, selbst Solarmodule herzustellen. Begonnen haben die Ingenieure mit kristallinen Solar-Dachziegeln. 2005 kamen Solardachziegel und Module in Dünnschichttechnik dazu. Bei der Herstellung werden die Zellen in dünnen Schichten direkt auf das abgeschieden Trägermaterial (z. B. Glas, Metall oder Kunststofffolie). Im Vergleich zu kristallinen Zellen ist der Material- und Energieverbrauch bei der Herstellung geringer. Centrosolar setzt für seine Systeme Zellen von United Solar Ovonic ein, kurz: UniSolar. UniSolar, ein US-amerikanischer Hersteller ist bei amorphen Dünnschichtmodulen weltweit Marktführer. Die Amerikaner setzen auf ihre besonders effiziente “Triple-Junction-Technology”: Jede Zelle besteht aus drei Halbleiterschichten, die übereinander aufgebracht werden. Die untere Zelle absorbiert das rote Licht, die mittlere das grün/gelbe Licht und die obere Zelle das blaue Licht. Die Trennung des Farbspektrums ermöglicht deutlich bessere Erträge als herkömmliche Dünnschicht-Technologien.

07.12.2007 | Quelle: Centrosolar AG | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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