SolarGlas AG will weltweit erste Flachglaswanne für Solarglas bauen

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Der sich angesichts des Wachstums der Solarindustrie abzeichnende Engpass an ultraweißem (low iron) Glas für Solarmodule hat die SolarGlas AG aus München bewogen, ein spezialisiertes Flachglaswerk für die Herstellung von Solarglas zu bauen, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Die Entscheidung sei nach einer umfangreichen Standortanalyse für den Standort Forst in Brandenburg gefallen. Entscheidend hierfür seien die Nähe zu einem großen Teil der deutschen Solarmodul-Produzenten, das große Engagement der Stadtverwaltung mit Bürgermeister Jürgen Goldschmidt, die guten Förderbedingungen im Land Brandenburg sowie die konstruktive Projektbegleitung durch die ZukunftsAgentur Brandenburg. Bei dem Bau der “Wanne” mit einer Tagesproduktion von bis zu 500 Tonnen (15 – 18 Millionen m² Jahresproduktion) werde in vieler Hinsicht Neuland betreten, betont die SolarGlas AG.
So werde erstmals ein Konzept umgesetzt, das die Produktion sowohl von strukturiertem Gussglas (für herkömmliche Siliziummodule) als auch von Flachglas für Dünnschichtmodule und Solarthermie-Kollektoren in einer “Dualwanne” erlaubt.
Eine Weltneuheit sei auch der Betrieb der Wanne mit einem Sauerstoff-Gasgemisch. Dadurch würden zirka 25 % des teuren Erdgases eingespart und die Emissionen seien rund 50 % geringer. Technologiepartner der SolarGlas AG seien neben dem Ingenieurunternehmen dtec aus Gelsenkirchen überwiegend renommierte deutsche Unternehmen mit viel Erfahrung in der Glasindustrie. Die Sauerstoffversorgung sowie das besondere Know-how zur Brennertechnologie werden von der Linde AG bereitgestellt. Die auf das Leasing großer Produktionsanlagen spezialisierte Süddeutsche Leasing GmbH aus Ulm sicherte die Finanzierung zu.
Die Investition wird nach Angaben der Solarglas AG einschließlich vor- und nachgelagerter Stufen mehr als 60 Millionen Euro umfassen und rund 120 neue Arbeitsplätze in einem strukturschwachen Gebiet schaffen. Das erste Glas soll im Juni 2009 das Werk verlassen und insbesondere an die vielen Solarmodulproduzenten im Umkreis von nur etwa 150 km von Forst ausgeliefert werden. Derzeit würden schon die ersten Gespräche über langfristige Lieferverträge geführt, erste Abschlüsse seien in Vorbereitung.

12.12.2007 | Quelle: SolarTec AG; (pressebox) | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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