iba AG erhält Solarpreis der Stadt Fürth für solare Kühlung

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Die iba AG mit Sitz in Fürth, Spezialist für Messtechnik- und Automatisierungssysteme, testet seit dem Sommer 2007 eine solarautarke Kühlanlage. Das einmaliges Modellprojekt wird mit Mitteln des Bundesumweltministeriums aus dem Förderprogramm „Solarthermie2000plus“ gefördert und vom Forschungszentrum Jülich wissenschaftlich begleitet. Jetzt wurde die Solar-Klimaanlage mit dem Solarpreis der Stadt Fürth ausgezeichnet. Ziel der Anlage ist es, den Primärenergiebedarf für Heizung und Warmwasserbereitung zu senken und die Geschäftsräume bei warmem Wetter ohne zusätzlichen Energieverbrauch zu kühlen.
Das Herzstück der innovativen Klimaanlage ist eine so genannte Absorptionskältemaschine. Hier wird die von Flachkollektoren auf dem Dach erzeugte Wärme in Kälte umgewandelt. Im Vergleich zu herkömmlichen Klimaanlagen wird der Raumluft kein Wasser entzogen und es entsteht keine unangenehme Zugluft. Der wesentliche Nutzen liegt in der Energieeinsparung, denn herkömmliche Klimaanlagen verbrauchen viel Strom und gelten wegen der verwendeten Kältemittel mit hohem Treibhauspotenzial auch als „Klimakiller“. Die solarautarke Kühlanlage hingegen läuft im Sommer komplett mit Sonnenenergie und arbeitet mit normalem Wasser als Kältemittel. Darüber hinaus nutzt die Anlage außerhalb der Kühlperiode die thermische Solarenergie zur Wassererwärmung und Heizungsunterstützung. Und wenn – wie in den Übergangsmonaten im Frühjahr und Herbst – ein Wärme-Überschuss zu erwarten ist, freut sich auch das Kurbad als Nachbar der iba AG, das dann kostenlos mit Wärme mitversorgt wird.

Enormer Schub für die Solarthermie
„Für die Solarstadt Fürth bedeutet dieses Projekt ganz klar einen Imagegewinn: Im Bereich Photovoltaik sind wir ja schon lange auch im bundesweiten Vergleich Spitze. Und mit diesem neuen Kühlsystem wird sicherlich auch die Solarthermie einen enormen Schub bekommen. Die ersten Ergebnisse hören sich ja sehr Erfolg versprechend an“, kommentiert Matthias Hüttmann vom Solarenergie Informations- und Demonstrationszentrum solid. Wenn man bedenke, wie viele vergleichbare Büro- und Geschäftsräume und auch Mehrfamilienhäuser es in Fürth und ganz Deutschland gibt, könne man nur hoffen, dass diesem Modellvorhaben bald viele weitere Anlagen zur solaren Kühlung folgen – dem Klima und einer in Fürth erprobten Technik zuliebe.

21.12.2007 | Quelle: Solid GmbHc | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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