Licht aus Wasserstoff: ein echtes Leuchtturmprojekt

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Der weltweit erste Brennstoffzellen-Leuchtturm weist Seeleuten einen sicheren Weg zu den Häfen von Tees und Hartlepool, zwei der meist genutzten Tiefwasserhäfen in Großbritannien. Der historische South Gare-Leuchtturm liegt an der Mündung des Flusses Tees im Nordosten von England. Sein Leuchtfeuer ist mehr als 40 Kilometer (25 Seemeilen) weit zu sehen. Der Leuchtturm ist dem rauen Nordseewetter weitestgehend ungeschützt ausgesetzt. Das stelle extrem hohe Anforderungen an die Brennstoffzelle und die Wasserstoffversorgung, berichten der Brennstoffzellenhersteller Schunk und das Wasserstoffinfrastruktur-Unternehmen Air Products in einer Pressemitteilung. Der Ort sei ganz bewusst gewählt. Ziel der Projektpartner ist, die Leistungsfähigkeit moderner Wasserstoffenergiesysteme auch unter extremen Bedingungen zeigen.

Wasserstoff als Energieträger zur Versorgung anspruchsvoller Brennstoffzellen-Anwendungen
Unter Federführung des Zentrums für Prozessinnovation, einer Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft, haben vier Unternehmen das Projekt in dreijähriger Arbeit entwickelt. Neben der Hafenbehörde und dem Leuchtturmbetreiber waren auch zwei Wasserstoffenergiespezialisten an Bord: der Brennstoffzellenhersteller Schunk und Air Products als Experte für den Aufbau der Wasserstoffinfrastruktur sowie die laufende Versorgung. Ian Williamson, der bei Air Products den Bereich Wasserstoffanlagen verantwortet, freut sich ganz besonders über die neue Anwendung: „Beim Thema Wasserstoff spricht man ja gerne von Leuchtturm-Projekten. Hier haben wir nun im wahrsten Sinne des Wortes eines verwirklicht. Gerade die extreme Lage des Leuchtturms an der Nordsee zeigt das Potenzial von Wasserstoff als Energieträger bei der Versorgung von anspruchsvollen Anwendungen.“
Air Products hat nach eigenen Angaben mehr als 50 Jahre Erfahrung mit der Erzeugung und Nutzung von Wasserstoff. Mit mehr als 70 Wasserstofftankstellen in zwölf Ländern und über 45.000 Fahrzeugbetankungen habe Air Products weltweit die meisten Betankungsprojekte umgesetzt. Neben den Stationen für den Bus-Shuttleservice zur Beförderung der Athleten und Besucher bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking zählt dazu auch die komplette Wasserstoffversorgung der Brennstoffzellen-U-Boote der Deutschen Bundesmarine.

05.01.2008 | Quelle: Air Products | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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