Deutscher Maschinenbau ist innovativer Vorreiter bei optischen Technologien und Photovoltaik

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Der Maschinen- und Anlagenbau in Deutschland geht davon aus, sein Produktionsvolumen von 181 Milliarden Euro (2007) in diesem Jahr erneut auf etwa 193 Milliarden Euro zu steigern. Die „Optischen Technologien“ als Teilbranche seien mit der Grund Teil dieses Erfolges. „Sie erzielten in Deutschland 2007 etwa 20 Milliarden Euro Umsatz und beschäftigten 110.000 Mitarbeiter. Als echte Querschnittstechnologie geben die Optischen Technologien der Fertigungstechnik neue Impulse; besonders erfolgreich entwickelten sich die Bereiche Photovoltaik und Lasertechnik“, erklärte Manfred Wittenstein, Präsident des Verbandes Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) anlässlich des Kongresses Optische Technologien „Rohstoff Licht – Chancen für Made in Germany“ 05.02. in Berlin. „Für 2008 und die folgenden Jahre rechnen wir mit einer durchschnittlichen Wachstumsrate von rund zehn Prozent“, so Wittenstein.
Die Exportquote im Bereich der Optischen Technologien liege bei 65 Prozent. „Wir haben gute Chancen, mit unseren Produkten, Verfahren und Dienstleistungen in diesem Bereich unsere Position im globalen Wettbewerb künftig noch auszubauen“, berichtet Wittenstein.

Laserbranche und industrielle Bildverarbeitung technologisch führend
Die deutschen Hersteller von Produktionstechnik, also von Lasern und Laseranlagen, haben ihre Weltmarktstellung in den letzten Jahren kontinuierlich weiter ausgebaut. „Die Laserbranche hatte in den letzten zehn Jahren im Schnitt zweistellige Wachstumsraten. Die deutschen Unternehmen haben bei den Laserquellen zur Materialbearbeitung einen Weltmarktanteil von 40 Prozent; bei den Laseranlagen von gut 20 Prozent“, erklärte der VDMA-Präsident. „Prognosen gehen davon aus, dass die weltweite Aufnahmefähigkeit für Laseranlagen im Jahr 2015 eine Größenordnung von 16 Milliarden Euro erreicht.“ Auch die deutschen Hersteller von Industrieller Bildverarbeitung konnten in nur zehn Jahren ihren Branchenumsatz mehr als verdreifachen. „2007 setzte der Sektor rund 1,2 Milliarden Euro um. Auch in Zukunft kommt der Industriellen Bildverarbeitung eine Schlüsselrolle für wettbewerbsfähige Produktionsverfahren und neue Produkte zu“, erklärte der VDMA-Präsident.

Photovoltaik-Markt wächst stark: 2015 wird ein Weltmarktumsatz von rund 50 Milliarden Euro erwartet
Im Zeitraum 2002 bis 2006 wuchs der Markt für die Photovoltaik weltweit von 440 auf 1660 Megawatt (MW). Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 39 Prozent. „Die Hälfte der Module wurde in Deutschland installiert. Für den Zeitraum bis 2010 erwarten wir weltweit einen jährlichen Zuwachs von 50 Prozent“, sagte Wittenstein. Deutsche Solartechnik-Unternehmen generierten 2007 einen Umsatz von rund fünf Milliarden Euro. Dieser Wert soll bis auf acht Milliarden Euro im Jahr 2010 und auf über 16 Milliarden Euro im Jahr 2015 steigen. Für 2015 rechnet die Branche mit einem Weltmarktumsatz von insgesamt etwa 50 Milliarden Euro.

Fachkräftemangel wird zum Innovationshemmnis
Die Branche werde jedoch nur dann das Wachstumspotenzial ausschöpfen können, „wenn die Unternehmen, die im Bereich Optische Technologien tätig sind, ihren großen Bedarf an Naturwissenschaftlern, Ingenieuren und Facharbeitern befriedigen können“, betonte Wittenstein. Hier komme es bereits heute zu erheblichen Engpässen. Im den Optischen Technologien bestehe insbesondere der Bedarf an speziellen Studienrichtungen, beispielsweise der Laser-Optotechnologie oder am Master-Studiengang Optics und Photonics. „Um die Chancen dieser Schlüsseltechnologien am Standort Deutschland zu halten und zu verbessern, müssen wir auch heute die Politik wieder daran erinnern, verlässliche Rahmenbedingungen für Mittelständler zu schaffen. Rahmenbedingungen, die es den Unternehmen ermöglichen, überhaupt Geld in Forschung und Entwicklung zu stecken“, sagte Wittenstein. Derzeit geben die Hersteller von Optischen Technologien im Schnitt 9,7 Prozent ihres Umsatzes für Forschung und Entwicklung aus. Wittenstein forderte die Politik auf, „ergänzend – und nicht etwa substitutiv – in Deutschland eine steuerliche Forschungsförderung einzuführen. Mit diesem Instrument hat die Mehrzahl der OECD-Mitglieder sehr gute Erfahrungen gemacht. Sie erlaubt den Unternehmen, Innovationsprojekte frei von politischen Themenvorgaben und sehr schnell anzugehen.“

11.02.2008 | Quelle: VDMA | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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