Europäische Städte bekämpfen Klimawandel mit erneuerbaren Energien und Effizienz

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Die EU-Kommission hat am 29.01.2008 mit dem Konvent der Bürgermeister und Bürgermeisterinnen die bisher ehrgeizigste Initiative zur Einbeziehung der Bürger in den Kampf gegen den Klimawandel gestartet. Vorausgegangen waren informelle Konsultationen mit fast 100 Städten, darunter 15 Hauptstädte, die ihre Unterstützung für den Konvent bereits früh bekundet haben. An der Eröffnung des Konvents nahmen von deutscher Seite Vertreter aus Berlin, Bonn, Heidelberg und München teil. Die Mitglieder des Konvents verpflichten sich, bei der Reduzierung ihrer CO2-Emissionen durch Energieeffizienz und die Nutzung erneuerbarer Energien über die Ziele der EU hinauszugehen. „Das Lösungskonzept für die Herausforderung des Klimawandels kann nur ein ganzheitliches, integriertes, langfristiges und vor allem von der Beteiligung der Bürger getragenes sein“, sagte EU-Energiekommissar Piebalgs.
Ein derart komplexer Ansatz lasse sich am besten auf lokaler Ebene entwickeln. Darum müssten die Städte die Führungsrolle bei der Umsetzung von Maßnahmen für eine nachhaltige Energienutzung übernehmen und in ihren Anstrengungen unterstützt werden.

Städte und Regionen verpflichten sich, CO2-Emissionen bis 2020 um mehr als 20 Prozent zu senken
Der Konvent der Bürgermeister soll eine ergebnisorientierte Initiative sein, in deren Mittelpunkt konkrete Projekte und messbare Ergebnisse stehen. Die teilnehmenden Städte und Regionen werden sich förmlich verpflichten, ihre CO2-Emissionen bis 2020 durch Aktionspläne für nachhaltige Energie um mehr als 20 Prozent zu senken. Die Bürger werden in regelmäßigen Berichten, die von Dritten überwacht werden können, über die Fortschritte ihrer jeweiligen Städte unterrichtet werden. Die EU-Kommission will die Verbreitung der besten Verfahren für nachhaltige Energienutzung unter den Städten und Regionen des Konvents durch einen besonderen Mechanismus („Benchmarks für Exzellenz“) unterstützen. Ein Sekretariat für den Konvent soll aus Mitteln des Programms „Intelligente Energie – Europa“ finanziert werden.
Weitere Informationen unter www.europa.eu

11.02.2008 | Quelle: EU-Kommission | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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