„Solarvalley Mitteldeutschland“ in der 2. Runde des BMBF-Wettbewerbs für Forschungs- und Entwicklungsnetzwerke

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In dem Spitzencluster-Wettbewerb der Bundesregierung ist der Forschungsantrag „Solarvalley Mitteldeutschland“ eine Runde weiter. Der Antrag ist einer von 11 Anträgen, die aus insgesamt 38 von einer unabhängigen Jury für die 2. Runde des Wettbewerbs ausgewählt wurde. Von den jetzt verbliebenen Anträgen werden bis zu fünf für eine Förderung ausgewählt. Die Entscheidung hierfür fällt voraussichtlich im September. Insgesamt stehen für die fünf Finalisten rund 200 Millionen Euro an Fördermitteln zur Verfügung. Das Bundesforschungsministerium (BMBF) begründet seine Auswahl mit dem überdurchschnittlich hohen Entwicklungspotenzial in dem richtungweisenden Zukunftsmarkt der Photovoltaik und der bereits vorhanden Vernetzung von Photovoltaik-Forschungseinrichtungen in Mitteldeutschland.

Signal zum Ausbau des internationalen Vorsprungs der deutschen Photovoltaikindustrie
In dem Vorhaben kooperieren 25 Solar-Unternehmen und 12 Photovoltaik-Forschungseinrichtungen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Ziel der gemeinsamen Initiative ist es, dem deutschen Endverbraucher innerhalb der nächsten fünf bis sieben Jahre Solarstrom zu gleichen Preisen wie konventionellen Strom anzubieten. Dazu bündelte die Branche ihre Kräfte und führte das ehrgeizige Projekt erfolgreich in die zweite Wettbewerbsrunde. „Wir sind sehr erfreut über den Entscheid. Er unterstreicht, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wir hoffen, dass wir uns damit auch in der nächsten Auswahlrunde durchsetzten können. Es wäre das richtige Signal, um den internationalen Vorsprung der deutschen Photovoltaikindustrie weiter auszubauen“, sagt Dr. Hubert Aulich, Cluster-Sprecher und Vorstand der PV Crystalox Solar AG in Erfurt und Bitterfeld.

16 Prozent aller weltweit produzierten Solarzellen stammen aus Mitteldeutschland
Im Cluster „Solarvalley Mitteldeutschland“ konzentrieren sich die regionalen Aktivitäten innerhalb der Solarbranche: Hier sind alle Photovoltaikunternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette vom Rohstoff Silizium bis zum integrierten PV-System mit eigenen Forschungsvorhaben eingebunden. Allein im Jahr 2006 wurden 16 Prozent aller weltweit produzierten Solarzellen in der Region Mitteldeutschland gefertigt. Dies macht 80 Prozent der deutschen Produktion aus. In der Branche, die jährlich mit bis zu 50 % wächst, sind bereits jetzt mehrere tausend Menschen in den Bundesländern Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen beschäftigt.
Das endgültige Ergebnis des Wettbewerbs um die Clusterförderung der Bundesregierung wird im September 2008 erwartet. Das Bundesforschungsministerium will mit dem Spitzenclusterwettbewerb Kooperationen aus Wissenschaft und Wirtschaft fördern und so Netzwerken Wettbewerbsvorteile verschaffen. Hierzu wurden gemeinsame Strategien formuliert, die an den Stärken der regionalen Branchen ansetzen und ungenutzte Entwicklungspotenziale ausschöpfen. Vorgesehen sind drei Wettbewerbsrunden in einem zeitlichen Abstand von etwa ein bis anderthalb Jahren.
Weitere Informationen:
http://www.bmbf.de; http://www.solarvalley.org; http://www.spitzencluster.de

12.03.2008 | Quelle: Fraunhofer-Center für Silizium-Photovoltaik CSP | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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