Next Solar startet Photovoltaik-Dünnschichtproduktion in Griechenland

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Next Solar S.A., ein vor kurzem gegründeter Photovoltaik-Hersteller mit Sitz in Griechenland, errichtet seine erste Fabrik zur Herstellung von Dünnschicht-Solarmodulen. Oerlikon Solar wird dazu die schlüsselfertige Produktionslinie noch im Laufe dieses Jahres liefern. Die Solar-Fabrik soll den Betrieb Anfang 2009 aufnehmen. Die Anlage ist vorerst auf eine Kapazität von 30 MWp (Megawatt Peak) ausgelegt. Next Solar habe die Möglichkeit, eine Erweiterungsoption für einen Kapazitätsausbau auf 60 MWp auszuüben, heißt es in der Pressemitteilung des Unternehmens. “Oerlikon Solar ist ein führender Hersteller von bewährten schlüsselfertigen Dünnschicht-Modullösungen. Mit Hilfe der fortschrittlichen Technologie von Oerlikon Solar werden wir rasch Marktanteile im schnell wachsenden Solarmarkt gewinnen”, erklärte Panos Ninios, Mitglied des Verwaltungsrats von Next Solar.
Die Hauptgeschäftstätigkeit von Next Solar S.A. wird in der Herstellung von Dünnschicht-Photovoltaik-Panels bestehen, wobei die Mikromorph-Technologie von Oerlikon zum Einsatz kommt. Die Fabrik wird über eine voll automatisierte Produktionslinie zur Herstellung von kompletten, installationsbereiten Photovoltaik-Modulen verfügen. Als Trägermaterial wird Glas (in Abmessungen von 130 cm x 110 cm) verwendet. Ein wichtiger Differenzierungsfaktor der schlüsselfertigen Produktionslinie von Oerlikon ist die “KAI-PECVD”-Beschichtungsanlage (Plasma Enhanced Chemical Vapor Deposition), bei der die Abscheidung von zwei Schichten mikromorphem und amorphem Silikon in einer Plasmaumgebung erfolgt. Die Anlage wird in einem hinsichtlich Anzahl und Größe von Partikeln höchsten Sauberkeitsstandards genügenden Raum von rund 1.500 Quadratmetern (im Hauptwerk) installiert, dessen Toleranzwerte für Umgebungstemperatur und Feuchtigkeit strengstens überwacht werden.

Mikromorph-Tandem-Technologie von Oerlikon Solar
Mit dem Bau der Dünnschicht-Solarfabrik setzt Next Solar auf einen der weltweit wachstumsstärksten Märkte. Dank Oerlikons innovativer Dünnschicht-PV-Technologie können Solarmodule heute 30 Prozent günstiger hergestellt werden als mit der herkömmlichen waferbasierten Technologie. “Wir werden bei Next Solar unsere eigene Mikromorph-Tandem-Technologie einsetzen. Dieses bewährte und äußerst wettbewerbsfähige Produkt wird es dem Unternehmen ermöglichen, rasch im Dünnschicht-Solarmarkt Fuß zu fassen. Durch Verwendung der mikromorphen Tandem-Zelle lassen sich Effizienz und Ertrag des Moduls um bis zu 50 Prozent gegenüber amorpher Beschichtungen steigern”, erklärte Jeannine Sargent, CEO von Oerlikon Solar.

140 hoch qualifizierte Arbeitsplätze
Die Produktionskapazität der Fabrik könnte nach Angaben von Next Solar auf jährlich über 60 MWp gesteigert werden, was einer Jahresproduktion von 550.000 Modulen entspräche. Das Werk mit einer Fläche von über 16.000 m2 wird derzeit im Industriegebiet von Tripolis auf dem Peloponnes errichtet. Durch die neue Fabrik werden über 140 hoch spezialisierte Arbeitsplätze in der Region geschaffen. Die Hauptinvestoren stellten Next Solar im Februar 2008 die Mittel zur Verfügung, so dass der Bau der Anlage Ende des laufenden Jahres abgeschlossen sein dürfte. Zu den Investoren gehören ein mit Plainfield Asset Management LLC (ein in den USA domizilierter Hedgefonds mit verwalteten Vermögen in Höhe von 5 Mrd. USD, der einen wesentlichen Anteil seines Anlageportfolios in alternativen Energien, insbesondere in Biokraftstoffen und erneuerbaren Energiequellen, investiert hat) verbundenes Unternehmen, eine Tochtergesellschaft von Sciens International Investment und Holdings S.A. (ein an der Athener Börse notiertes und auf alternative Anlagen spezialisiertes Unternehmen) und Fakidis George, der tief gehende Erfahrung im Bereich erneuerbare Energien hat. Das Unternehmen verfüge somit über finanzkräftige und branchenkundige Aktionäre mit fundiertem Know-how sowie weitreichenden Kenntnissen über den griechischen und die internationalen Energiemärkte, heißt es in der Pressemitteilung.

Forschungspartnerschaften mit griechischen Universitäten
DasSpitzentechnologie-Projekt birgt laut Next Solar außerdem das Potenzial für wegweisende F&E-Partnerschaften mit griechischen Universitäten. So will das Unternehmen mit der Dünnschicht-Abteilung der Universität Patras zusammenarbeiten. Neben der Belieferung des griechischen Markts plant Next Solar, auch andere interessante europäische Märkte wie Deutschland, Spanien und Italien zu betreten. Mit seiner Produktion will Next Solar dazu beitragen, die Investitionskosten für Photovoltaik-Solarparks in Griechenland zu reduzieren und so den Anteil der Solarenergie an der gesamten Stromproduktion des Landes zu erhöhen.

13.03.2008 | Quelle: Next Solar S.A.; pressebox | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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