KACO eröffnet in Südkorea Forschungs- und Entwicklungszentrum für Photovoltaik-Wechselrichter

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Die KACO GERÄTETECHNIK GmbH (Neckarsulm )hat in Südkorea ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum eröffnet, berichtet das Unternehmen in einer Pressemitteilung. Als Geschäftsführer konnte das KACO Paul Kim gewinnen. Der renommierte Experte für Leistungselektronik arbeite derzeit mit einem siebenköpfigen Team aus Software- und Hardwareentwicklern an einem neuen Zentralwechselrichter. KACO Solar Korea ist neben Kassel bereits der zweite Entwicklungsstandort des Neckarsulmer Wechselrichterherstellers. Damit unterstreiche KACO seinen Anspruch, auch künftig die technologisch innovativsten Geräte anzubieten, heißt es in der Pressemitteilung.
Paul Kim ist Doktor der Elektrotechnik. Die meiste Zeit seiner beruflichen Laufbahn arbeitete der 47-jährige bei großen Unternehmen wie Hyosung oder Hyundai in der Forschung und Entwicklung. Sieben Jahre lang war er Entwicklungsleiter bei der Energy Technologies Incorporation. Zuletzt übte er eine Lehrtätigkeit für Hybridantriebssysteme an der Hanyang Universität in Seoul aus. Seine langjährigen Erfahrungen mit Systemen zur unterbrechungsfreien Stromversorgung (USV) prädestinieren Kim für die Entwicklungsarbeit bei KACO, betont das Unternehmen. Die Topologie der in USV-Systemen verwendeten Wechselrichter sei nahezu identisch zu den Geräten in der Solarstromerzeugung.

„Zur internationalen Marktdurchdringung leistet KACO Korea einen wichtigen Beitrag für die Unternehmensgruppe“, erklärt Paul Kim. „Mein Ziel ist, dass KACO zu einem in der Leistungselektronik weltweit bekannten Unternehmen wird, in dem Menschen aus unterschiedlichen Kulturen Gewinn bringend zusammenarbeiten.“ Das Forschungs- und Entwicklungszentrum von KACO Korea befindet sich in Seongnam 20 Kilometer südöstlich von Seoul. Hier werden künftig alle Wechselrichter über 100 Kilowatt entwickelt, während in Kassel das Team um Michael Viotto alle Geräte in den Leistungsklassen darunter konzipiert. Der neue Wechselrichter wird in Deutschland und Südkorea produziert.

Neue Zentralwechselrichter für große Photovoltaik-Anlagen
Die neuen KACO-Zentralwechselrichter XP100 werden eine Leistung von 100 kW haben und sollen weltweit einsetzbar sein. Über eine bereits in USV-Systemen bewährte Software lassen sich die Geräte auf die unterschiedlichsten Netzanforderungen konfigurieren. Ihre Topologie sorge dafür, dass die Wechselrichter auch in instabilen Netzen sehr zuverlässig arbeiten. „Eine intuitiv einfache Menüführung und eine hohe Rentabilität der Geräte“, verspricht Paul Kim. Zur Intersolar im Juni will KACO die XP100 mit all ihren technologischen Novitäten erstmals einem großen Publikum präsentieren.
Der neue Zentralwechselrichter ist für den Einsatz in großen Photovoltaik-Anlagen dimensioniert. Die kumulierte Leistung aller weltweit installierten Anlagen mit einer Leistung über 200 kW stieg im vergangenen Jahr von 460 auf rund 880 Megawatt. Vor allem in Südeuropa ist weiter mit einem rasanten Wachstum zu rechnen. Auch Korea zählt laut KACO zu den vielversprechenden Märkten. Mit ihren 30-Kilowatt-Geräten zähle die KACO GERÄTETECHNIK GmbH schon jetzt zu den wichtigsten Ausrüstern großer Solarkraftwerke.
Seit über 60 Jahren ist KACO Spezialist für Stromversorgungen aller Art. Die heutige KACO GERÄTETECHNIK GmbH entstand Anfang 1999 als Ausgründung. Sie gehört zu den Wegbereitern der trafolosen Wechselrichtertechnik. Bereits 1999 brachte KACO das erste Seriengerät ohne Trafo auf den Markt. Im vergangenen Jahr hat KACO Wechselrichter nach eigenen Angaben mit einer Leistung von insgesamt 300 Megawatt (MW) abgesetzt, ein Großteil davon Zentralwechselrichter.

17.03.2008 | Quelle: KACO GERÄTETECHNIK GmbH | solarserver.de © EEM Energy & Environment Media GmbH

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